Ruprecht von Kaufmann, Der letzte Akt, 2019, Öl auf Linoleum auf Holz, 153 x 184 cm, Sammlung A. & J. Huss
Ruprecht von Kaufmann, Der letzte Akt, 2019, Öl auf Linoleum auf Holz, 153 x 184 cm, Sammlung A. & J. Huss

Ruprecht von Kaufmanns "Der letzte Akt" zieht ins Museum im Kleihues-Bau ein

Es gibt Orte, an denen Realität und Fiktion ineinanderfließen, an denen das Mögliche ins Unmögliche kippt und die Grenzen zwischen Traum und Albtraum verschwimmen. Es sind genau diese Zwischenräume, die Ruprecht von Kaufmann mit seinen Werken erkundet.

Am Freitagabend, 23. Mai 2025, beginnt mit der Vernissage ab 19:00 Uhr die neue Ausstellung "Der letzte Akt" des in München geborenen und in Berlin lebenden Künstlers im Museum im Kleihues-Bau. Kaufmanns großformatige Gemälde, seine fragmentierten Bildwelten und skulpturalen Arbeiten sind mehr als bloße Szenen – sie gleichen einer Bühne, auf der ein absurdes, zugleich tief menschliches Schauspiel aufgeführt wird. Dabei beschäftigt er sich mit den zentralen Fragen unseres Daseins: Wie verhält sich der Mensch zu seiner Umwelt? Wie verhält er sich zu sich selbst? Seine Bilder erzählen von der Zerrissenheit, der Verlorenheit und der Sehnsucht nach Sinn in einer Welt, die aus den Fugen geraten scheint. Sie zeigen Menschen in Momenten des Übergangs, zwischen Aufbruch und Absturz, zwischen Kontrolle und Kontrollverlust.

Seine Malerei folgt dabei einer eigenen Logik. Farbiges Linoleum dient ihm als Bildträger – ein untypisches Material, das er mit dem Linoleummesser einschneidet und so eine besondere Tiefenwirkung erzeugt. Die Malerei wird zur physischen Geste, das Bild selbst trägt Spuren der Zerstörung. Dunkle, traumhafte Räume, aufgelöste Figuren, Objekte aus einer anderen Realität – Kaufmanns Bildwelten sind Orte des Übergangs. Archaische Landschaften stehen neben surrealen Innenräumen, in denen sich Geschichten verdichten. Seine Werke sind eine Einladung zum Eintauchen – und zum Verlorengehen.

Die Ausstellung im Museum im Kleihues-Bau führt die Besucherinnen und Besucher mitten in diesen Kosmos aus Bild und Raum. Jedes Werk ist Teil einer größeren Erzählung, die erst im Zusammenspiel ihre volle Wirkung entfaltet.

Buntes Rahmenprogramm für verschiedene Zielgruppen

Im Rahmen der Ausstellung wird ein breites Spektrum verschiedener Führungsformate angeboten. Neben Kuratorinnenführungen, Aperitif- und Frühstücksführungen werden auch ein Artist Talk sowie verschiedene museumspädagogische Angebote für Schulklassen und Familien angeboten. Die Ausstellung wird gefördert von der Stiftung Stark für Gegenwartskunst. Es erscheint ein Katalog.