Stadt Kornwestheim verabschiedet vier Mitarbeiterinnen in den Ruhestand
Sie haben allesamt lange Jahre für die Stadt Kornwestheim gearbeitet und ihre Bereiche geprägt: Mit Gudrun Hartmann, Uschi Saur, Elke Schnur und Heidi Wörfel haben vier Mitarbeiterinnen vor Kurzem ihre letzten Arbeitstage für die Stadt Kornwestheim absolviert.
Gudrun Hartmann war seit 1999 als Bausachverständige für die Stadt Kornwestheim tätig. Zuvor hatte sie nach Abschluss ihres Studiums zehn Jahre lang Erfahrung in einem Architekturbüro gesammelt. Während sie sich damals für das Wohl ihrer Bauherren einsetzte, wechselte sie mit ihrem Start in Kornwestheim die Perspektive: Fortan lag ihr Fokus auf den Interessen der Baurechtsbehörde. Hartmann war dabei für die Endbearbeitung der Bauanträge zuständig und erstellte die Baugenehmigung. Zudem übernahm sie die Erstellung von Wertgutachten für private Immobilien in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses.
"Diese Aufgabe haben Sie über viele Jahre allein und ohne Stellvertretung wahrgenommen", betonte Oberbürgermeister Nico Lauxmann bei der Verabschiedung. "Sie haben Ihre persönlichen Interessen lange Jahre hinter dem Arbeitsalltag zurückgestellt. Deshalb wünsche ich Ihnen, dass Sie im Ruhestand Zeit für die Dinge finden, die Ihnen Freude bereiten und bisher zu kurz gekommen sind."
Ihren letzten Tag am angestammten Arbeitsplatz im Rathaus hat auch Uschi Saur verbracht – allerdings liegt ihr Ruhestand noch einige Monate entfernt. Die bisherige Leiterin der Abteilung Jugend hat eine Sabbatical-Regelung in Anspruch genommen und diese vor ihren Ruhestand gelagert, sodass nun ihre Freistellungsphase beginnt. Nach einem Studium zur Realschullehrerin folgten für Uschi Saur Anstellungen an der Musikschule Gschwend und der Volkshochschule Schwäbisch Gmünd, eine Tätigkeit als Referentin für Medienpädagogik und als Referentin für Suchtprävention. Währenddessen bildete sie sich stetig weiter: Sie absolvierte ein Zweitstudium in angewandten Gesundheitswissenschaften und Weiterbildungen im Bereich Supervision, Moderation und Coaching.
2010 begann Saur als Jugendreferentin und später Leiterin der Abteilung Jugend bei der Stadt Kornwestheim. "Diese Abteilung ist groß und vielseitig wie Ihr Lebenslauf: unser Jugendzentrum, das Bewohner- und Familienzentrum und die Schulsozialarbeit gehören dazu, als Neuzugänge folgten zuletzt die Mobile Jugendarbeit in städtischer Regie und das Café Korni", so Lauxmann. Unter anderem begleitete sie die Gründung der JuDeKo, die Planungen des Skaterparks und unzählige Feste sowie Veranstaltungen. "15 Jahre lang haben Sie sich mit Herzblut für die kleinen und großen Belange der Kornwestheimer Kinder und Jugendlichen eingesetzt. Sie hatten Ihr Ohr bei den jungen Menschen unserer Stadt und haben mit Ihrer Arbeit und der Ihrer Teams viel bewegt. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken", erklärte Lauxmann.
Nach einer Ausbildung zur Konditoreifachverkäuferin, mehreren Jahren als Filialleiterin und 14 Jahren als Sachbearbeiterin im Einkauf der Firma Salamander nahm Elke Schnur im Jahr 2011 ihre Tätigkeit bei der Stadt Kornwestheim auf, wo sie als Assistenz im Fachbereich Planen und Bauen bis zum Start in den Ruhestand vor wenigen Wochen arbeitete. Als Assistenz arbeitete sie anfangs direkt der Fachbereichsleitung zu, ehe vor rund zehn Jahren die räumliche Veränderung ins Bürgerbüro Bauen stattgefunden hat.
Dort war Elke Schnur die erste Ansprechpartnerin für alle Bürgerinnen und Bürger, die ein Anliegen an die Baurechtsbehörde hatten. Sie gab unter anderem Auskünfte aus den Bauakten und dem Baulastenverzeichnis, nahm Anliegen der Bürgerschaft auf, koordinierte diese und wies sie den zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern zu. Zusätzlich übernahm sie die Urlaubsvertretung für die Assistenz von Erster Bürgermeister Daniel Güthler. "Sie sind sehr fleißig, schauen immer nach vorne und sind offen für Neues", sagte Lauxmann. "Ich bin mir daher sicher, dass Ihnen in diesem neuen Lebensabschnitt nicht langweilig wird und dass Sie schon jede Menge Ideen haben, was Sie mit der neu gewonnenen Zeit anfangen wollen."
Heidi Wörfel, die bereits zum 1. Februar 2025 im Ruhestand ist, bringt eine Besonderheit mit: Sie wagte 2015, nachdem sie seit ihrem Diplom-Abschluss als Mathematikerin 1989 als Softwareentwicklerin in der IT-Branche war, einen beruflichen Neuanfang. Sie begann eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, die sie 2018 erfolgreich abschloss. "Ein ungewöhnlicher Schritt, der einmal mehr zeigt, wie vielfältig die Berufsgruppen und Qualifizierungen der Mitarbeitenden in unseren Kitas sind", betonte der Oberbürgermeister.
Nach Tätigkeiten in Ludwigsburg und Stuttgart kam Wörfel 2021 zur Stadt Kornwestheim. Im Kindergarten Starenweg, dem sie nun bis zum Eintritt in den Ruhestand die Treue hielt, brachte sie sich schnell ein, begeisterte die Kinder mit Experimenten und war Spezialistin fürs Weben. "Es war Ihnen immer wichtig, die Kinder in Ihrer Selbstständigkeit zu fördern. Für Ihre Arbeit gilt Ihnen unser herzlicher Dank", so Lauxmann.