Bürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel (vorne) nutzte das 10-jährige Bestehen der Fahrradwerkstatt, um den zahlreichen Ehrenamtlichen des AK Asyl ihren Dank auszusprechen.
Bürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel (vorne) nutzte das 10-jährige Bestehen der Fahrradwerkstatt, um den zahlreichen Ehrenamtlichen des AK Asyl ihren Dank auszusprechen.

Bürgermeisterin gratuliert Fahrradwerkstatt des AK Asyl zum 10-jährigen Bestehen

Mit einem kleinen Fest hat der Arbeitskreis Asyl Kornwestheim das 10-jährige Bestehen seiner Fahrradwerkstatt gefeiert. Bürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel würdigte das außergewöhnliche Engagement des Teams und der Ehrenamtlichen bei der Veranstaltung am Mittwoch, 20. Mai 2026.

"Ein eigenes Fahrrad öffnet Türen – zum Sprachkurs, zur Schule, zur Arbeit oder einfach zur Erkundung unserer Stadt", sagte Koch-Haßdenteufel in ihrem Grußwort. "Die Fahrradwerkstatt leistet weit mehr als die reine Reparatur von Fahrrädern. Sie ist ein Ort gelebter Integration." Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren hat sich die Fahrradwerkstatt zu einer wichtigen Anlaufstelle für geflüchtete Menschen in Kornwestheim entwickelt. Was zunächst als Akuthilfe begann, hat sich zu einem umfassenden Integrationsprojekt entwickelt. Gemeinsames Schrauben und Reparieren ermöglicht Menschen, sich auf Augenhöhe zu begegnen und die deutsche Sprache barrierefrei zu lernen.

Das Konzept der Werkstatt basiert auf drei Säulen: gelebte Integration, Hilfe zur Selbsthilfe und Nachhaltigkeit. Die Nutzerinnen und Nutzer erhalten nicht nur fahrtüchtige Fahrräder, sondern auch praktisches Wissen, um ihre Räder künftig selbst instand zu halten. Gleichzeitig werden gespendete Fahrräder einem zweiten Leben zugeführt. Hinter jedem fahrtüchtigen Fahrrad stecken unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, Geduld, handwerkliches Geschick und Herzblut. Unter der Leitung von Andrea Tröscher und mit den engagierten Fahrraddoktoren unter der Leitung von Peter Hanke hat das Team auch Herausforderungen mit ungebrochenem Engagement gemeistert.

Bürgermeisterin Koch-Haßdenteufel betonte: "Das Ehrenamt ist ein wichtiger Teil für die Bewältigung der Integrationsarbeit in Kornwestheim. Für diesen unverzichtbaren Einsatz danke ich dem gesamten Team des Arbeitskreises Asyl sowie allen Spenderinnen und Spendern von Herzen."