Weißenfels

Angeregt durch die gemeinsame Schuhtradition sind die Städte Weißenfels und Kornwestheim 1988 erstmals in Kontakt getreten. Aus den anfänglichen Gesprächen ist 1990 eine Städtepartnerschaft hervorgetreten, die 2020 ihr 30. Jubiläum feiert.

Weißenfels mit seinen mehr als 40.000 Einwohnern, liegt im südlichen Sachsen-Anhalt, mitten im Saaletal zwischen Halle und Leipzig.
Die Stadt hat eine sehr gute Verkehrsanbindung, reizvolle Landschaften und eine reiche Kulturgeschichte. Die Auffahrten zur Autobahn 9 und zur Autobahn 38 sind nur wenige Kilometer vom Stadtkern entfernt. Der Flughafen Leipzig-Halle ist in 30 Minuten erreichbar.

Sehenswürdigkeiten

Schloss Neu-Augustenburg, Geleitshaus, Novalishaus, Heinrich-Schütz-Haus

Bedeutung

Weißenfels verfügt über eine Jahrhundertealte Tradition im Schuhhandwerk. Vor allem im 19. Jahrhundert erlebte das Gebiet um Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1764 wurde Kohle gefördert und infolge der zunehmenden Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine rasante Entwicklung zu einem wachsenden Industriestandort ein. Es entstanden viele Fabriken, besonders der Schuhherstellung kam in der Stadt Weißenfels eine besondere Bedeutung zu. 1895 bestanden allein 45 Schuh- und Schaftfabriken.

Freizeitmöglichkeiten

Wenn Sie Weißenfels besuchen, sollten Sie sich Schlossfest, Mitteldeutsche Heinrich-Schütz-Tage und „Rock für Barock“ ansehen.

Geschichtliche Vergangenheit:

Im Laufe des Spätmittelalters und der beginnenden frühen Neuzeit entwickelt sich eine handwerkliche Ausprägung der Stadt Weißenfels – besonders das Schneider- und Schusterhandwerk etablierte sich. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt stark geschwächt, die Bevölkerung sank von 2200 auf 960 Einwohner. Wenige Jahre nach Kriegsende erlebte Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Saalestadt wurde Residenz des Herzogtums Sachsen-Weißenfels.

Ende des 18. Jahrhunderts, aber vor allem im 19. Jahrhundert erlebt das Gebiet um Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1764 wurde Kohle gefördert und infolge der zunehmenden Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine rasante Entwicklung zu einem wachsenden Industriestandort ein. Es entstanden viele Fabriken, besonders der Schuhherstellung kam in der Stadt Weißenfels eine besondere Bedeutung zu. 1895 bestanden allein 45 Schuh- und Schaftfabriken.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Schuhbetriebe verstaatlicht und aus den einzelnen setzte sich das neue DDR-Kombinat Schuhe mit großen Produktionsstätten, Schuhmaschinenbau und Forschungseinrichtungen zusammen.

Bis Ende der Achtziger Jahre entwickelte sich Weißenfels zum größten Schuhproduktionsstandort der DDR, es arbeiteten über 6.000 Beschäftigte in den Fabriken im Raum Weißenfels, die 75 % der Schuhe für die DDR produzierten. Nach der Wende führte die Umstrukturierung und Privatisierung der Betriebe zu einem Zusammenbruch der gesamten Industrie. Durch die Öffnung der Wirtschaft zum Weltmarkt bestand besonders für die Schuh-Großindustrie der ehemaligen DDR kaum eine Überlebenschance, bedingt durch die große Konkurrenz in den Billiglohnländern. Dies führte zu einer sprunghaft ansteigenden Arbeitslosenrate.

Entstehung der Partnerschaft

Partnerschaften mit der DDR sollten die Jahrzehnte währende Teilung eines Volkes überwinden. Nach Aufgabe der Hallstein-Doktrin 1969 und somit der Anerkennung der Existenz von zwei Staaten in Deutschland, begannen die bundesdeutschen Kommunen, Kontakt zu Gemeinden in der DDR zu suchen. Die stetig wachsende Zahl der Partnerschaften von westdeutschen Gemeinden mit ostdeutschen und osteuropäischen Kommunen dienten als Grundlage für eine Annäherung von Ost und West. Aus der Mitte des damaligen Kornwestheimer Gemeinderats wurde 1984 angeregt, sich ebenfalls nach Osten zu öffnen. Man dachte an eine Stadt in der DDR; und bald war auch schon Weißenfels im Gespräch, zu der die Firma Salamander bereits Geschäftsbeziehungen unterhielt. Diese signalisierte ihre Unterstützung und knüpfte die ersten Kontakte, erhielt jedoch eine vorläufige Absage aus Weißenfels.

Nach erneuten Gesprächen riet die Ständige Vertretung der DDR dem damaligen Oberbürgermeister von Kornwestheim, sich persönlich an seinen Amtskollegen in Weißenfels zu wenden. Daraufhin stimmte schließlich auch der Gemeinderat von Weißenfels im folgenden Jahr einer Partnerschaft mit Kornwestheim zu. Im Rahmen eines wechselseitigen Besuchs offizieller Delegationen im selben Jahr wurde zunächst die Partnerschaftsvereinbarung zwischen Kornwestheim und Weißenfels ausgehandelt und unterzeichnet und im Februar 1990 schließlich die Partnerschaftsurkunde durch den damaligen Oberbürgermeister Ernst Fischer und den damaligen Bürgermeister Klaus Stephan signiert.

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Kontakt

Frau Sina Schüssler

Leitung Abteilung Geschäftsstelle Gemeinderat, stv. Leitung Stabsstelle Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit

Bild des persönlichen Kontakts "Frau Schüssler"
Telefon 07154 202-8024
Gebäude: Rathaus
Aufgaben:

Gremienarbeit, Koordination des kommunalen Sitzungsdienstes, Sitzungsplanung, Ratsinformationssystem für die Mitglieder des Gemeinderats und Verwaltungsmitarbeiter sowie über das Internet für die Öffentlichkeit, Klärung von Rechtsfragen auf kommunaler Ebene, Organisation von Veranstaltungen, Empfängen und Auzeichnungen

Weitere Informationen

Bei Fragen rund um die Städtepartnerschaften wenden Sie sich bitte an die Stabsstelle Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Kornwestheim.