
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger besucht Zehntklässler der Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule
20 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse der Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule (PMH) hatten am Freitag, 18. September 2026, besonderen Besuch: Bundesverkehrsminister Steffen Bilger kam auf Einladung der Jugendlichen nach Kornwestheim.
Eigentlich wollten die Schülerinnen und Schüler den Minister bei ihrer bevorstehenden Berlin-Reise im Deutschen Bundestag treffen. Da Bilger zu diesem Zeitpunkt jedoch terminlich verhindert ist, machte er kurzerhand selbst einen Abstecher nach Kornwestheim.
Begrüßt wurde der Verkehrsminister von Oberbürgermeister Nico Lauxmann. Anschließend nahm sich Bilger Zeit für eine ausführliche Gesprächsrunde mit den Jugendlichen. Dabei ging es längst nicht nur um Verkehrspolitik: Die Schülerinnen und Schüler hatten im Rahmen des Gemeinschaftskundeunterrichts mit ihrer Lehrerin MarionBreckle zahlreiche Fragen zu Themen vorbereitet, die sie im Alltag und mit Blick auf die aktuelle politische Lage beschäftigen.
Verspätete Züge, Lebensmittelpreise und AfD sind Schwerpunkte der Diskussionsrunde
Ein Schwerpunkt war die Deutsche Bahn und die Frage, warum Züge in Deutschland so häufig verspätet sind. Bilger erklärte, dass in den vergangenen Jahren zu wenig in die Schieneninfrastruktur investiert worden sei. Nun stünden für die kommenden fünf Jahre viele Milliarden Euro für den Ausbau und die Modernisierung des Netzes zur Verfügung. Die Investitionen würden allerdings zunächst auch vermehrt Baustellen mit sich bringen, so Bilger. Die Auswirkungen der Maßnahmen würden deshalb nicht sofort überall spürbar sein.
Ein grundlegendes Problem sei die hohe Auslastung des Schienennetzes. Auf vielen Strecken seien die Kapazitäten bereits über ihrer eigentlichen Belastungsgrenze. Gleichzeitig sollte das Netz weitere Städte und Gemeinden anbinden und die Taktung des Zugverkehrs erhöht werden. Dafür sei das Schienennetz in der Vergangenheit nicht ausreichend ausgebaut worden. Neben dem Ausbau der Infrastruktur müssten auch interne Abläufe bei der Deutschen Bahn überprüft und Prozesse effizienter gestaltet werden.
Die Fragen der Schülerinnen und Schüler gingen jedoch weit über das Thema Verkehr hinaus. So wollten sie unter anderem wissen, warum die Lebensmittel- und Energiepreise steigen und wie Bilger verschiedene innenpolitische Entwicklungen bewertet. Auch der Umgang mit der AfD oder die Stadtbilddebatte waren Gegenstand der Diskussion. Damit zeigte sich, wie breit das politische Interesse der Jugendlichen ist und welche unterschiedlichen Themen sie mit Blick auf ihre eigene Zukunft beschäftigen.
Oberbürgermeister Nico Lauxmann begrüßte den direkten Austausch zwischen den Jugendlichen und dem Minister. "Gerade für Schülerinnen und Schüler ist es eine wichtige Erfahrung, politische Themen nicht nur im Unterricht zu behandeln, sondern Verantwortliche unmittelbar fragen und mit ihnen diskutieren zu können", sagte der Oberbürgermeister.
Reise nach Berlin in den Bundestag steht an
Für 30 Jugendliche der Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule steht nun bereits das nächste politische Erlebnis bevor: Am 19. Oktober 2026 geht es für die Zehntklässler nach Berlin. Dort werden sie den Deutschen Bundestag besuchen und einen Blick hinter die Kulissen des politischen Betriebs werfen. Auch den Arbeitsplatz von Steffen Bilger und vielen weiteren Politikerinnen und Politikern werden sie dabei kennenlernen. Das persönliche Treffen in Kornwestheim war damit gewissermaßen der thematische Auftakt.
"Die Schülerinnen und Schüler waren bestens informiert und sehr gut auf das Gespräch vorbereitet. Der Austausch hat große Freude gemacht und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Es ist gut, dass viele Schulen Klassenfahrten nach Berlin anbieten und dann auch den Bundestag besuchen und das Gespräch mit uns Abgeordneten suchen. Ob in Berlin oder vor Ort in Schulen im Wahlkreis will ich auch weiterhin möglichst viele Gelegenheiten zum Austausch mit Jugendlichen nutzen", so Bilger.