
Kornwestheim treibt Haushaltskonsolidierung weiter voran
Die Stadt Kornwestheim hat den nächsten Meilenstein im eingeschlagenen Weg der Haushaltskonsolidierung erreicht und den Prozess damit konsequent fortgesetzt. Der Gemeinderat beschloss in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 16. Juli 2026, im Rahmen des Projekts "Kornwestheim 2030 – zukunftssicher. gemeinsam. handlungsfähig." wichtige Einsparungen im investiven Bereich.
Die Vorgabe dabei war klar: Die bislang geplanten Investitionen mussten für einen Zeitraum von fünf Jahren, von 2027 bis 2031, von insgesamt 80,5 Mio. EUR auf ein Gesamtvolumen von maximal 70 Mio. EUR gekürzt werden. Gemeinsam mit den Stadträtinnen und Stadträten wurden deshalb die anstehenden Projekte priorisiert und so der "Investitionstopf" gefüllt. "Mit dem Gemeinderatsbeschluss, der mit großer Mehrheit gefasst wurde, zeigt Kornwestheim, dass die finanzielle Lage ernst genommen wird – und dass wir gleichzeitig alles daran setzen, handlungsfähig zu bleiben und weiterhin gestalten zu können, wenngleich nicht mehr jedes Projekt umgesetzt werden kann. Wir gehen diesen Weg der Konsolidierung entschlossen, strukturiert und gemeinsam weiter", betont Oberbürgermeister Nico Lauxmann.
Im nächsten Schritt rückt nun der Ergebnishaushalt in den Fokus. Hier gilt das klare Ziel, die Ergebnisse ab 2027 jährlich um 8 Mio. EUR zu verbessern. Der Grundstein hierfür ist ebenfalls bereits gelegt: Prof. Dr. Jürgen Kientz, externer Begleiter des Konsolidierungsprozesses, hat einen Algorithmus erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Verwaltung auf dieser Basis konkrete Budgetvorgaben für jeden Fachbereich und jede Stabsstelle vorbereitet, die auf einer Kombination aus pauschaler Verteilung und fachlich gewichteten Kriterien beruhen.
"Wir verhindern damit, dass einzelne Bereiche über die Maßen von Einsparungen betroffen sein werden und tragen gleichzeitig der Aufgabenverteilung Rechnung: Pflichtaufgaben haben Vorrang vor freiwilligen Leistungen. Der Algorithmus verschafft dabei Transparenz und Nachvollziehbarkeit", so Finanzbürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel. "Er stellt sicher, dass wir nicht nach dem Prinzip Gießkanne kürzen, sondern gezielt, fair und verhältnismäßig. Das ist ein wichtiger Beitrag dazu, dass dieser Prozess von allen Beteiligten mitgetragen werden kann."
Die weiteren Schritte sind bereits terminiert: Die Fachbereichs- und Stabsstellenleitungen werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit ihren Teams Einsparvorschläge erarbeiten, die im Herbst und Winter beraten und am Ende vom Gemeinderat beschlossen werden sollen. Die Stadtverwaltung wird die Bevölkerung über die nächsten Etappen im Konsolidierungsprozess weiterhin offen und transparent informieren. "Unser Ziel ist es, die Stadt zukunftsfest aufzustellen – mit Augenmaß, aber auch mit Klarheit und mit der konsequenten Vorgabe, unseren folgenden Generationen ebenfalls Gestaltungsmöglichkeiten zu bieten", sagt Lauxmann.
Die Vorlage mit allen Anlagen – darunter auch die Priorisierungsliste – sind hier zu finden.