Im vergangenen Jahr wurden in Kornwestheim zwei Einzelexemplare der Asiatischen Tigermücke gefunden. Foto: Pixabay
Im vergangenen Jahr wurden in Kornwestheim zwei Einzelexemplare der Asiatischen Tigermücke gefunden. Foto: Pixabay

Stadtverwaltung informiert zur Asiatischen Tigermücke

Vielerorts wurde sie bereits zuhauf gesichtet – in Kornwestheim gab es im vergangenen Jahr 2023 zwei bestätigte Funde: Die Asiatische Tigermücke ist deutschlandweit auf dem Vormarsch und mittlerweile auch im Kornwestheimer Stadtgebiet vorgefunden worden.

Bei der Asiatischen Tigermücke handelt es sich um eine sogenannte invasive Mückenart, die Krankheiten wie das Dengue-, Chikungunya- und das Zika-Virus übertragen kann. Bislang ist die Wahrscheinlichkeit einer Krankheitsübertragung in Deutschland gering. Damit dies so bleibt, informiert die Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Kornwestheim über Maßnahmen, die einer großflächigen Ausbreitung entgegenwirken können und das Risiko weiterhin minimieren. Ab sofort steht auf der städtischen Homepage unter kornwestheim.de/tigermuecke auch ein Flyer zum Download bereit.

Im Allgemeinen ist die Asiatische Tigermücke tagaktiv und sehr aggressiv. Schon bei einem kurzen Aufenthalt im Freien kann es zu einem gezielten Stich durch die Tigermücke kommen. Aufgrund der veränderten klimatischen Bedingungen ist nach Einschätzung zahlreicher Expertinnen und Experten davon auszugehen, dass sich diese Mückenart weiter ausbreiten wird.

In erster Linie ist es wichtig, der Asiatische Tigermücke, die besonders gerne an der Oberfläche künstlicher Kleingewässer larvt, so wenige potentielle Brutstätten wie möglich zu bieten. Daher bittet die Stadtverwaltung Kornwestheim auch die Bürgerschaft um Mithilfe: Vermieden werden sollten jegliche Art von Wasseransammlungen, die längerfristig stehen und nicht in Bewegung sind. Regentonnen sollten beispielsweise umgedreht gelagert oder abgedeckt werden. Sämtliche Behältnisse sollten regelmäßig gründlich gereinigt werden, da die Eier der Asiatischen Tigermücke häufig fest am Rand anhaften und gegenüber äußeren Einflüssen sehr resistent sind. Mögliche kleinere Brutstätten wie Blumentopfuntersetzer werden im besten Falle mit Sand aufgefüllt, sodass das Wasser nicht darin steht. Das Wasser von Vogeltränken sollte spätestens alle zwei bis drei Tage gewechselt werden, um es ebenfalls in Bewegung zu halten.

Zu erkennen sind die Asiatischen Tigermücken insbesondere an ihrer schwarz-weiß gestreiften Färbung sowie dem weißen letzten Beinglied an den Hinterbeinen und dem geraden, silber-weißen Längsstreifen auf dem Halsschild. Zudem ist sie mit drei bis acht Millimetern sehr klein und hat weiße Spitzen an ihren Mundtastern.

Wer eine Asiatische Tigermücke findet, wird darum gebeten, das Tier entweder so zu fotografieren, dass seine Merkmale klar ersichtlich sind, oder das Tier selbst einzuschicken. Als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner stehen sowohl die Mitarbeitenden der Stabsstelle Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Kornwestheim (E-Mail: umweltschutz@kornwestheim.de, Telefon: 07154-202-8370) oder Herr Dr. Volker Middel vom Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigsburg (E-Mail: Volker.Dr.Middel@landkreis-ludwigsburg.de, Telefon: 07141-144-43217) zur Verfügung.