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Stadtgeschichte

Vom wohlhabenden Bauerndorf zur modernen Stadt. Kornwestheim kann auf eine mehr als 1200-jährige Geschichte zurückblicken. Erstmals urkundlich erwähnt um 780 n. Chr. im Codex Laureshamensis, dem Zinsregister des Klosters Lorsch, belegen archäologische Funde bereits die Besiedlung der heutigen Kornwestheimer Markung in vorgeschichtlicher Zeit. Aus einer alemannischen Siedlung entstand das durch seine ertragreichen Ackerböden und regen Handel wohlhabende Bauerndorf Kornwestheim.

Das Fleckenzeichen von 1782 mit der Korngarbe.

Eisenbahn und Industrie

Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Stuttgart - Ludwigsburg - Heilbronn im Jahre 1846 brach das Zeitalter der Industrialisierung an. 1891 gründeten Jakob Sigle und Max Levi eine Schuhfabrik, die spätere Salamander AG. 1898 siedelte sich die Eisengießerei A. Stotz hier an, 1939 die Firma Kreidler.
Der Bau des Landesrangierbahnhofs im Nordwesten der Stadt in den Jahren 1913 - 1919 machte Kornwestheim zum Eisenbahnknotenpunkt in Süddeutschland und schuf ideale Voraussetzungen für eine zukunftweisende Entwicklung der Stadt. Innerhalb von drei Jahrzehnten stieg die Einwohnerzahl auf beinahe das Vierfache an, so dass im Jahr 1931 die Erhebung zur Stadt erfolgen konnte.

Weiteres Wachstum

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Einwohnerzahl durch Zuzug, insbesondere von Vertriebenen und ab den 1960er Jahren von Gastarbeitern. Dies führte zu einem weiterem starkem Städtewachstum und der Ausweisung neuer Wohn- und Gewerbegebiete. 1956 wurde Kornwestheim Große Kreisstadt.
Heute präsentiert sich Kornwestheim als moderne und liebenswerte Stadt, die ihren eigenständigen Charakter im Herzen der Region Stuttgart bewahrt hat und ihren rund 34.000 Einwohnern ein hohes Maß an Lebensqualität und Freizeitwert bietet.

Kornwestheim - ein sprechender Name

Woher der Name Kornwestheim kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Erstmals urkundlich erwähnt wird Kornwestheim um 780 n. Chr. als Westheim. Der Zusatz „Korn“ taucht 1472 das erste Mal auf. Hintergrund ist das sehr ertragreiche Ackerland hier, denn Kornwestheim liegt am Rand des so genannten Langen Feldes mit sehr gutem Lößboden.

Angenommen wird, dass es sich bei dem ursprünglichen Westheim um eine westliche Siedlung handelt, in Unterscheidung zu einer östlich gelegenen Siedlung „Ostheim“. Die Endung -heim stammt üblicherweise aus fränkischer Zeit, das heißt ab ca. 500 n. Chr.; die hiesige Siedlung an sich ist aber älter. Wo „Ostheim“ gelegen haben könnte, weiß man nicht. Eventuell gab es auf der Markung mehrere kleine Siedlungen, von denen eine, eben Westheim, mit der Zeit stärker als die andere(n) wurde. Eventuell ist mit „Ostheim“ eine entferntere Siedlung bei Aldingen gemeint.

Das Kornwestheimer Stadtwappen

Das Stadtwappen existiert seit 1902. Die Wappenfarben wurden 1925 festgelegt, 1937 wurde es stilisiert. Ein Fleckenzeichen mit Korngarbe war bereits zuvor in Gebrauch.

Heraldische Beschreibung

Goldgelbe Korn-(Dinkel)-Garbe, dargestellt durch sieben Ähren, die in der Mitte durch das Strohband zusammengehalten werden, auf kornblumenblauem Felde. Die Flagge ist blau-gelb.

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Leitung Stadtarchiv

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