Besuchshündin Bonnie stattet den Kindern in der Weimarstraße jeden Dienstag einen Besuch ab
Besuchshündin Bonnie stattet den Kindern in der Weimarstraße jeden Dienstag einen Besuch ab

Vier Pfoten für mehr Miteinander: Besuchshündin Bonnie begeistert Kita-Kinder

Jeden Dienstag steigt die Vorfreude in der Krippe an der Weimarstraße spürbar. Kaum wird der Wassernapf aufgestellt, hallt es durch den Gruppenraum: "Unsere Bonnie kommt wieder!" Kurz darauf betreten die ausgebildete Besuchshündin Bonnie und ihre Besitzerin Petra Kunberger die Einrichtung – und zaubern ein strahlendes Lächeln auf die zahlreichen Kindergesichter.

Schon beim Ankommen zeigt sich, wie unterschiedlich die Kinder auf den tierischen Besuch reagieren. Während einige Bonnie freudig entgegenlaufen und sie sofort streicheln, beobachten andere vorsichtig aus der Distanz. Genau darin liegt der besondere Wert, wie die Kita-Leitung, Antje Jensen, betont: "Ein Hund wertet nicht und fördert die Interaktion zwischen Kindern." Bonnie kann zudem im Alltag als Motivator dienen, etwa beim spielerischen Zählen von Leckerlis oder anderen Lernaktivitäten.

Auch die pädagogischen Fachkräfte erleben die wöchentlichen Besuche als große Bereicherung. Erzieherin Lea Dennig erklärt: "Die Kinder lernen den respektvollen Umgang mit Hunden und die dazugehörigen Regeln, zum Beispiel, dass wir Bonnie vorsichtig streicheln." Gleichzeitig schult der Kontakt ihr Einfühlungsvermögen, indem sie auf Bonnies Bedürfnisse Rücksicht nehmen. "Ihre ruhige und freundliche Art bringt eine besondere Atmosphäre in die Gruppe. Es ist schön zu beobachten, wie zurückhaltende Kinder von Besuch zu Besuch mutiger werden und sichtbar über sich hinauswachsen."

Erzieherin Beate Scheytt hebt die Bedeutung der tiergestützten Begegnungen hervor: "Viele Kinder haben zu Hause kein Haustier und können durch Bonnie wichtige Erfahrungen sammeln. Die Kinder bauen eine Bindung zu ihr auf, sie ist inzwischen ein fester Teil unserer Gruppe." Gerade für ängstliche Kinder seien die positiven Erlebnisse entscheidend. Neben Empathie werde auch die Achtsamkeit gefördert – sowohl im Umgang mit Bonnie als auch untereinander.

Hinter dem Erfolg steht nicht zuletzt die engagierte Besitzerin Petra Kunberger, die mit Bonnie eine spezielle Ausbildung zur Besuchshündin absolviert hat. "Ich komme seit über drei Jahren sehr gerne hierher, weil mir die Arbeit mit den Kindern Spaß macht", erzählt sie. Ihr sei besonders wichtig, dass Kinder einen guten Umgang mit Tieren lernen. Auch für Bonnie selbst seien die Besuche eine willkommene Abwechslung. "Sie ist bei den Kindern völlig entspannt und ruhig." Als Herdenschutzmischling bringt Bonnie ein ausgeglichenes Wesen und viel Gelassenheit mit – ideale Voraussetzungen für den Einsatz in der Kita.