
Stadt Kornwestheim beteiligt sich mit drei Veranstaltungen an kreisweiter Jugendwoche
Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Abteilung Jugend der Stadt Kornwestheim mit drei geschlossenen Veranstaltungen an der Jugendwoche der Kreisjugendpflege und dem Kreisverband der Jugendzentren, die vom 19. bis 24. Oktober 2026 stattfindet.
Unter dem Motto "Lebenskunst – fit für die Zukunft" wird die Philipp-Matthäus-Hahn-Gemeinschaftsschule in Kooperation mit der Schulsozialarbeit am Montag, 19. Oktober 2026, im Jugendzentrum Kornwestheim (JuZ) mit rund 60 Schülerinnen und Schülern das Theaterstück "Am Limit" für die die Klassenstufe 7 sehen. Für die Grundschülerinnen und Grundschüler der Klassenstufe 3 dieser Schule wird unterdessen am Mittwoch, 21. Oktober 2026, das Theaterstück "Tierisch gut" aufgeführt. Im Bewohner- und Familienzentrum (BFZ) in der Weststadt findet an diesem Tag in Kooperation mit Schulsozialarbeit der Eugen-Bolz-Grundschule ein Pizza-Workshop für die BFZ-Treffs sowie die Jungs- und Mädchentreffs statt.
Umfangreiches Angebot
Das Motto der Jugendwoche ist gleichzeitig ihr großes Ziel: Jugendlichen Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, um sie so fit für ihre Zukunft zu machen. Denn das Leben selbstständig und zukunftsorientiert zu gestalten ist eine Kunst, die vielseitige Fähigkeiten voraussetzt. In der Gesamtheit ihres Veranstaltungsangebots versteht sich die Jugendwoche als eine nachhaltige Maßnahme, wesentliche Aspekte der persönlichen Lebensgestaltung mit Kindern und Jugendlichen anzusprechen und Anregungen zu geben sowie neue Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln. Die außerschulische Jugendbildung hat sich als Lernfeld für solche Schlüsselqualifikationen und soziale Kompetenzen sowie als ideale Plattform für Präventionsarbeit bewährt. Daher wird die Jugendwoche seit Jahren mit anhaltendem Zuspruch von der Kreisjugendpflege Ludwigsburg in Kooperation mit dem Kreisverband der Jugendzentren e.V., den Jugendhäusern und der Schulsozialarbeit im Landkreis organisiert und sehr erfolgreich durchgeführt.
Der Veranstaltungskatalog umfasst in diesem Jahr 47 Angebote, die von den Kommunen gebucht werden können. In Workshops, Seminaren, Theaterstücken und Projekttagen wird aktive Präventionsarbeit geleistet.
Theaterstücke, Workshops und Entspannungsübungen
Die Jugend, Information und Medien-Studie 2025 (JIM) zeigt, dass Jugendliche im Schnitt knapp vier Stunden täglich mit ihrem Smartphone verbringen, während die Selbstkontrolle hier nach wie vor oft schwierig ist. Etwas, das auch Erwachsene zunehmend erleben. Rund 30 Prozent geben an, dass sie morgens häufig müde sind, weil sie das Smartphone abends zu spät weglegen. Digitale Kommunikation gehört selbstverständlich zum Alltag dazu, während deren bewusste und selbstbestimmte Nutzung herausfordernd ist. Hier setzen Theaterstücke, wie "Total vernetzt – und alles klar!?" oder "Hop oder Top – alles cyber oder was?!" an. Interaktiv kommen die Jugendlichen hier mit den Schauspielerinnen und Schauspielern ins Gespräch und können vor allem in den Nachbereitungen hinterher ihr eigenes Verhalten reflektieren.
Deutschland verzeichnet aktuell eine alarmierende Steigerung der psychisch erkrankten Kinder und Jugendlichen. Laut DAK stieg beispielsweise die Zahl der an Angststörungen erkrankten Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren von 2019 und 2024 um 42 Prozent. Daher ist es von besonders hoher Bedeutung schon Kindern beizubringen, wie sie möglichst psychisch gesund ihren Alltag bewältigen können. Dazu zählen Achtsamkeit, Selbstwirksamkeit, Resilienz, soziale Kompetenzen und Beziehungen und körperliche Selbstfürsorge (z.B. durch erholsamen Schlaf, gesunde Ernährung oder Bewegung). Daher hat die Kreisjugendpflege besonders in diesen Bereichen viele Workshops gesetzt: Angebote, um möglichst stressfrei durch den Schulalltag zu kommen, eine Yogareise für Kinder, Entspannungsübungen und Sozialkompetenztraining vermitteln hier einen guten Umgang mit Herausforderungen. Außerdem lädt eine Märchenreise in der Natur zum Entspannen und Lernen über Bäume, Pflanzen und Tiere ein.
Spezielle Angebote für Mädchen
Gewaltprävention hilft Kindern und Jugendlichen, Konflikte gewaltfrei zu lösen, eigene Grenzen zu erkennen und die Grenzen anderer zu respektieren. Sie stärkt soziale Kompetenzen, Empathie und Selbstwirksamkeit und kann dazu beitragen, Gewalt frühzeitig zu verhindern, bereits erlernte Muster ggf. zu durchbrechen und ein sicheres Miteinander zu fördern. Hier laden wieder vorrangig Theaterstücke zum Mitmachen und Mitentscheiden ein und helfen mit ihren Nachbereitung, eigene Denk- und Handlungsmuster zu reflektieren.
Die Workshops speziell für Mädchen schaffen sichere Räume, in denen Mädchen lernen, Unterstützung einzufordern, Risiken frühzeitig zu erkennen und sich selbstbestimmt zu behaupten. Gleichzeitig hat die Kreisjugendpflege auch einen Workshop speziell für Jungen im Angebot der unter anderem thematisiert, wie Jungen und junge Männer mit Niederlagen, Frust und Aggressionen umgehen können, was eigentlich männliche Stärke bedeutet und welche Konsequenzen ein bestimmtes Verhalten hat.
Kinder und Jugendliche sind die Zukunft, daher will die Kreisjugendpflege ihre Energie investieren, um sie bestmöglich darauf vorzubereiten, damit sie zu selbstbewussten, selbstbestimmten und empathischen Menschen heranwachsen. Die Jugendwoche kann durch ihre Präventionsarbeit einen kleinen Teil dazu beitragen.