Vorlesestunde im Alloheim Senioren-Residenz Leonardis: Oberbürgermeisterin Ursula Keck und Büchereileiterin Mareike Gerhardt.

Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige

Die Stadt Kornwestheim will sich verstärkt dem Thema Demenz widmen und gemeinsam mit Akteur/-innen vor Ort Unterstützungsangebote initiieren und langfristig verankern. Das hat Oberbürgemeisterin Ursula Keck anlässlich der Woche der Demenz vom 20. bis zum 26. September 2021 angekündigt. 

"Das Thema Demenz ist eine wichtige Angelegenheit. Für die betroffenen Familien ändert sich mit der Diagnose alles", so Ursula Keck. "Wir wollen deshalb unseren Beitrag dazu leisten, die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu verbessern", so die Verwaltungschefin.

Vorlesestunde im Seniorenheim

Gemeinsam mit der Büchereileiterin Mareike Gerhardt war sie jetzt im Alloheim Senioren-Residenz Leonardis zu Gast, um dort unterhaltsame Kurzgeschichten vorzutragen. Den Kontakt zu den Menschen zu pflegen, die in einer Pflegeeinrichtung leben, ist der Oberbürgermeisterin ein wichtiges Anliegen. Zahlreichen Altersjubilar/-innen, die in einem Pflegeheim leben, übermittelt Ursula Keck persönlich die Glückwünsche der Stadt Kornwestheim. Auf diese Weise erhält sie immer wieder Einblicke in die Lebenssituation älterer Menschen. 

Bereits im Juni hatte die Oberbürgermeisterin an der Veranstaltung "Pflegenden Angehörigen mit Demenz eine Stimme geben" teilgenommen. Dabei handelte es sich um ein so genanntes Town-Hall-Gespräch, zu dem das Institut für Gereontologie der Universität Heidelberg gemeinsam mit der Stadt Kornwestheim eingeladen hatte. Aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie fand diese Veranstaltung digital statt. 

Im Dialog mit den Akteur/-innen in Kornwestheim

Pflegende Angehörige hatten bei der Online-Veranstaltung die Möglichkeit, mit kommunalen Akteur/-innen ins Gespräch zu kommen. Dazu gehören neben Oberbürgermeisterin Ursula Keck, die damalige Kirchenpflegerin Renate Schwaderer, der Mediziner Dr. Klaus Schaldecker, SVK-Präsident Gerhard Bahmann und der Vorsitzende des Ortsseniorenrats Siegfried Dannwolf. 

Die Anregungen, die bei dieser Veranstaltung geäußert wurden, sollen nicht verpuffen. Deshalb ist Kadir Koyutürk, der städtische Beauftragte für Integration, Soziales und Bürgerengagement, in einem ersten Schritt auf den Pflegestützpunkt des Landratsamtes und den Pflegeverein zugegangen. Einbezogen werden sollen aber auch die Sportvereine. Hier hat Koyutürk ein Gespräch mit dem SVK geführt. "Wünschenswert wäre es, wenn die Vereine spezielle Angebote für Menschen mit demenziellen Erkrankungen entwickeln würden", so Kadir Koytürk. Gespräche mit weiteren lokalen Akteur/-innen sind geplant. 

Hintergrund: In der Bundesrepublik Deutschland leben laut Bundesministerium für Gesundheit zirka 1,6 Millionen Menschen mit Demenz. Angesichts der demografischen Entwicklung wird die Zahl älterer Menschen in Deutschland steigen. In der Folge wird mit einem Anstieg von Demenzerkrankungen gerechnet, da das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter steigt.