Den ersten Teil des GdF-Knotens eröffneten Torsten Conte (von links), Ulrike Schmidtgen und Bürgermeister Sebastian Mannl von der Stadt Ludwigsurg sowie Oberbürgermeisterin Ursula Keck, Erster Bürgermeister Daniel Güthler und Fachbereichsleiter für Tiefbau und Grünflächen, Dirk Maisenhölder, von der Stadt Kornwestheim.

Am GdF-Knoten rollt der Verkehr wieder

Um die Verkehrsführung am GdF-Knoten neu zu ordnen, war die Kreuzung seit Anfang April komplett gesperrt. Nun ist ein Großteil der Bauarbeiten abgeschlossen und der Verkehr kann in der Hohenzollernstraße in Richtung B27 ab sofort wieder rollen. 

Der Knotenpunkt wird am 30. Mai 2022 freigegeben. Aufgrund des fehlenden Ampelprogramms kann nicht beides gleichzeitig eröffnet werden. Für die Vertreterinnen und Vertreter der Städte Kornwestheim und Ludwigsburg ist der Baufortschrittein Grund zur Freude: Oberbürgermeisterin Ursula Keck, Erster Bürgermeister Daniel Güthler (beide Kornwestheim) sowie Bürgermeister Sebastian Mannl (Ludwigsburg) ließen es sich deshalb nicht nehmen, den Verkehr teilweise wieder freizugeben.

Der GdF-Knoten ist eine wichtige Verbindung zwischen den Städten Ludwigsburg und Kornwestheim: Ludwigsburger Straße, Hohenzollernstraße und Salonallee treffen dort aufeinander, außerdem gelangen Bürgerinnen und Bürger von hier aus schnell zur Bundesstraße B27. Auf Kornwestheimer Gemarkung baut das Unternehmen Wüstenrot & Württembergische (W & W) derzeit seine neue Firmenzentrale – ein Anlass, um die Verkehrsführung neu zu ordnen. Die Stadt Kornwestheim führt diese Baumaßnahme in Abstimmung mit der Stadt Ludwigsburg durch.

„Die Eröffnung des GdF-Knotens ist sowohl für die Stadt Kornwestheim als auch für die Stadt Ludwigsburg ein wichtiger Meilenstein in der Verkehrswegeführung. Der GdF-Knoten ist ein wichtiger Knotenpunkt sowohl für die Verbindung beider Städte als auch für die Anbindung an die B27. Dadurch und auch durch den Bau des Campus von W&W wird der GdF-Knoten künftig der Dreh- und Angelpunkt für viele Menschen sein. Die neue Verkehrsführung ermöglicht einen entzerrten Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmer/-innen“, sagt Oberbürgermeisterin Ursula Keck.

„Ich freue mich sehr, dass beide Städte gemeinsam nun eine gute Lösung für den Knotenpunkt gefunden haben“, betont Bürgermeister Sebastian Mannl. „Unser Ziel war es, die Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmenden – also auch für den Rad- und Fußverkehr – zu verbessern, gleichzeitig aber einen LKW-Durchgangsverkehr zu verhindern. Ich denke, so haben wir eine ausgewogene Lösung im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner und im Sinne der Verkehrsteilnehmenden gefunden.“

So sieht die neue Verkehrsführung im Detail aus:

Von der B 27 kommend steht dem Kfz-Verkehr nun eine Linksabbiegerspur zur Verfügung, so dass eine direkte Abbiegemöglichkeit in Richtung Kornwestheim besteht. Aus Richtung Kornwestheim ist die rechte Abbiegespur ausschließlich für die in Richtung B 27 abfahrenden Fahrzeuge vorgesehen. Insgesamt wurde der Knotenpunkt aufgeweitet, um die an dieser Stelle neu vorgesehene Fahrspur in Richtung Kornwestheim zu ermöglichen. Im Gegenzug dazu wird der heutige Bypass aus Ludwigsburg in Richtung Kornwestheim ausschließlich für den Radverkehr umgewidmet. 

Weiter steht dem Rad- und Fußverkehr künftig zusätzlich zur lichtsignal-geregelten Querung in Ost-West-Richtung auch eine Querung mit Mittelinsel in Nord-Süd-Richtung zur Verfügung. So wird eine direkte und sichere Verbindung von Einrichtungen der Firma W&W nördlich und südlich des Knotenpunktes gewährleistet. Südlich der Ein- und Ausfahrt „Im Tambour“ auf der Westseite der Ludwigsburger Straße wird eine stationäre Blitzanlage installiert. Deren Ziel ist es, sowohl das Lkw-Fahrverbot in beide Fahrtrichtungen als auch die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu überwachen. 

Zum jetzigen Zeitpunkt sind damit sowohl der erste als auch der zweite Bauabschnitt abgeschlossen. Im kommenden dritten Bauabschnitt, der voraussichtlich bis zum 24. Juni 2022 dauert, erfolgt nun der Ausbau der Hohenzollernstraße mit Radweg und Bushaltestelle. Die Baukosten der Stadt Kornwestheim belaufen sich auf circa 600.000 Euro, hinzu kommt die stationäre Blitzeranlage, die etwa 150.000 Euro kostet. Die Stadt Ludwigsburg investiert rund 170.000 Euro in den Umbau des GdF-Knotens.