Ab dem 1. Juli 2022 müssen Eigentümerinnen und Eigentümer für ihre Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftlichen Betriebe eine Steuererklärung einreichen.
Ab dem 1. Juli 2022 müssen Eigentümerinnen und Eigentümer für ihre Grundstücke sowie land- und forstwirtschaftlichen Betriebe eine Steuererklärung einreichen.

Grundsteuerreform leicht gemacht

Ab dem 1. Juli 2022 müssen Eigentümerinnen und Eigentümer für ihre Grundstücke (Grundsteuer B) sowie land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) eine Steuererklärung einreichen. Eigentümer/-innen sind gesetzlich dazu verpflichtet, diese sogenannte „Feststellungserklärung" abzugeben. Die Abgabefrist dafür endet am 31. Oktober 2022.

Die Feststellungserklärungen sind digital an das zuständige Finanzamt zu übermitteln. Die elektronischen Formulare werden ab dem 1. Juli 2022 unter anderem im Portal „Mein ELSTER" (www.elster.de) bereitgestellt. Nur in begründeten Härtefällen kann die Feststellungserklärung in Papierform abgegeben werden. Ein solcher Fall liegt vor, wenn sich beispielsweise jemand erst die Technik zur elektronischen Abgabe beschaffen müsste oder den Umgang damit nicht gewohnt ist. Die Erklärungsvordrucke für Härtefälle werden ab dem 1. Juli 2022 beim örtlichen Finanzamt ausgehändigt. Ein schriftlicher Antrag für die Anwendung der Härtefallregelung ist nicht erforderlich. Die Stadtverwaltung empfiehlt allen Steuerpflichtigen, die noch keinen ELSTER-Zugang haben, sich bereits auf dem Portal "Mein ELSTER" darum zu bemühen.

Die Finanzämter werden ab sofort bis voraussichtlich Ende Juni an alle privaten Eigentümerinnen und Eigentümer Informationsschreiben zur Grundsteuerfest- stellungserklärung für die Grundsteuer B sowie für den Wohnteil von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben verschicken. Voraussichtlich ab Oktober 2022 soll dann noch ein Informationsschreiben für land- und forstwirtschaftliche Grundstücke (Grundsteuer A) folgen.   

Zum jetzigen Stand kann weder das Finanzamt noch die Stadtverwaltung Auskünfte dazu geben, ob und wie sich die Höhe des Grundsteuerbetrags für den einzelnen Steuerpflichtigen verändern wird. Dies wird voraussichtlich erst zum Jahreswechsel 2024/2025 möglich sein.

Was wird benötigt und wo ist es zu finden? 

Benötigt werden für die Grundsteuer B das Aktenzeichen, unter dem die Feststellungserklärung eingereicht werden muss, die Grundstücksfläche, der Bodenrichtwert und gegebenenfalls die Angabe, ob eine überwiegende Nutzung zu Wohnzwecken erfolgt.

Der Gutachterausschuss der Stadt Kornwestheim ermittelt dafür die neuen Bodenrichtwerte. Bis spätestens 30. Juni 2022 werden diese auf der städtischen Homepage veröffentlicht. Eine Auskunft zu den aktualisierten Bodenrichtwerten wird daher vor dem 1. Juli 2022 nicht möglich sein. 

Zur Grundstücksfläche kann die Stadt Kornwestheim keine Auskunft erteilen; die Grundstücksgröße kann jedoch zum Beispiel Kaufverträgen oder Grundbuchauszügen entnommen werden. Außerdem ist angekündigt, dass ab Juli 2022 die Grundstücksgröße auch auf der landeseigenen Internetseite zur Grundsteuerreform unter www.grundsteuer-bw.de zu finden sein wird. Ein Grundbuchauszug erhalten die Grundstückseigentümer/-innen vom zuständigen Grundbuchamt, für die Stadt Kornwestheim ist das das Amtsgericht Waiblingen.

Das Aktenzeichen ist dem Informationsschreiben zu entnehmen, dass die zuständigen Finanzbehörden in den nächsten zwei Monaten an alle Betroffenen versenden werden.  

Weitere Fragen?

Die Stadtverwaltung kann und darf inhaltlich keine Auskünfte zum steuerlichen Verfahren geben. Auf der Seite des Landesministeriums für Finanzen (fm.baden-wuerttemberg.de/de/haushalt-finanzen/grundsteuer/) ist ein umfassendes FAQ mit Antworten auf häufig gestellte Fragen zu finden. Die Stadtverwaltung bittet darum, sich zunächst online zu informieren.

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