Update 03.04.2020: Die Risikogebiete zum Coronavirus wurden durch das Robert-Koch-Institut erneut erweitert

Inzwischen sind in allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Fallzahlen sind unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen abrufbar.

(Bild: Gentle07/ pixabay)

Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird vom Robert Koch-Institut (RKI) derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt. Darüber hinaus wurden die Risikogebiete zum Coronavirus durch das Robert-Koch-Institut erneut erweitert.

Informationen zur Risikobewertung und Infektionsschutzmaßnahmen des RKI finden Sie hier.

Das Robert Koch-Institut hat nachfolgende Länder und Regionen zu Internationalen Risikogebieten erklärt:

Internationale Risikogebiete

Ägypten: ganzes Land
Frankreich: ganzes Land
Iran: ganzes Land
Italien: ganzes Land
Niederlande: ganzes Land
Österreich: ganzes Land
Schweiz: ganzes Land
Spanien: ganzes Land
Südkorea: Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)
USA: ganzes Land
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland: ganzes Land

Die internationalen Risikogebiete wurden zuletzt aktualisiert am 2.4.2020 um 19:50 Uhr. Niederlande, Schweiz, USA und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland wurden hinzugefügt (zuvor waren nur einige Regionen in der Schweiz und den USA als internationale Risikogebiete ausgewiesen).

Entsprechend den Empfehlungen von Herrn Gesundheitsminister Spahn betrachten wir darüber hinaus ganz Österreich und die ganze Schweiz als Risikogebiet.

    Besonders betroffene Gebiete in Deutschland sind:

    • Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen)

    Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung des COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) von Mensch zu Mensch ("ongoing community transmission") vermutet werden kann. Reiserückkehrer sollten die Verhaltensregeln des Robert Koch-Instituts beachten.

    Nach den ersten positiv getesteten Coronavirus-Fällen in Baden-Württemberg und ersten Fällen im Landkreis Ludwigsburg, sind viele Menschen verunsichert. Der Landkreis Ludwigsburg ist beim Auftreten von Infektionskrankheiten gut aufgestellt und für Coronavirus-Infektionen mehrerer Erkrankter vorbereitet. 

    Das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigsburg hat unter der Telefonnummer 07141 144 69400 eine Hotline für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Diese Hotline ist montags bis donnerstags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr erreichbar.

    Umgang im Verdachtsfall
    Sie leiden unter Husten und Fieber, Sie sind besorgt am Coronavirus erkrankt zu sein? Bleiben Sie zu Hause und nehmen Sie telefonisch Kontakt mit Ihrer Hausarztpraxis auf, dort wird man Ihnen mitteilen, wie es weitergeht.

    Informationen zu Vorsichts- und Schutzmaßnahmen:

    Das Einhalten von Hygieneregeln schützt wie bei einer Grippe vor einer Übertragung des neuartigen Coronavirus „SARS-CoV-2“ und hilft, die Verbreitung der Atemwegserkrankung in der Bevölkerung zu verringern. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt insbesondere:

    • die Husten- und Niesetikette einzuhalten
    • auf eine sorgfältige Händehygiene zu achten sowie
    • Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) zu halten.

    Hinweise für Reiserückkehrer aus Risikogebieten:
    Personen, die sich in Risikogebieten (Liste auf Website des Robert Koch-Instituts - https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html) aufgehalten haben oder Kontakt mit einer an dem neuen Coronavirus erkrankten Person hatten, und bis 14 Tage nach der Rückkehr bzw. dem Kontakt grippeartige Krankheitssymptome entwickeln, sollten einen Arzt aufsuchen. Nehmen Sie unter Hinweis auf den Aufenthalt in einem Risikogebiet telefonisch Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem kassenärztlichen Notdienst auf. Aus Vorsichtsgründen sollten Erkrankte die Kontakte zu Mitmenschen so weit wie möglich einschränken.

    Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Einreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln,

    • vermeiden Sie unnötige Kontakte,
    • bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause,
    • halten Sie beim Husten und Niesen Abstand zu anderen und drehen Sie sich weg; halten Sie die Armbeuge vor Mund und Nase oder benutzen Sie ein Taschentuch, das sie sofort entsorgen (Husten- und Niesetiquette),
    • waschen Sie sich regelmäßig die Hände gründlich mit Wasser und Seife, vermeiden Sie das Berühren von Augen, Nase und Mund (Händehygiene),
    • suchen Sie nach telefonischer Anmeldung, unter Hinweis auf Ihre Reise, einen Arzt auf.

    Online- Informationen zum Coronavirus:
    Aktuelle Informationen zum Coronavirus, Hinweise zum Schutz und Tipps für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geben unter anderem folgende Webseiten:

    Wichtige Telefonnummern im Überblick:
    Corona-Hotline des Gesundheitsamts Landkreis Ludwigsburg: 07141 144 69400
    Mo - Fr. 8.30 -12.30 Uhr und Mo - Do. 14.00 - 16.00 Uhr
    Faxnummer: 07141/144-59501

    Weitere Hotlines zum Thema Coronavirus des Bundesgesundheitsministeriums:
    Mo-Do. von 8-18 Uhr; Freitag von 8-12 Uhr Tel. 030 / 346 465 100

    Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg:
    werktags 9-16 Uhr, Tel. 0711/904-39555

    Risikogruppen: 

    Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf einer Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) besteht für Menschen, die 60 Jahre und älter sind. Das Risiko an der Krankheit zu versterben steigt ebenfalls mit dem Alter. Besonders betroffen sind Menschen, die 80 Jahre und älter sind. Hintergrund hierfür ist, dass das Immunsystem mit zunehmendem Alter auf Infektionen weniger gut reagiert als bei Jüngeren.

    Unabhängig vom Alter besteht ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei Menschen mit Grunderkrankungen.

    Dazu zählen vor allem:

    • Chronische Atemwegserkrankungen
    • Bluthochdruck
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Diabetes
    • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
    • Krebs

    Wie können sich Risikopersonen schützen?

    Die allgemeinen Hygienemaßnahmen gelten für Risikopersonen in besonderem Maße:

    • Gute Händehygiene: häufiges Händewaschen mit Seife
    • Abstand halten zu Menschen, die niesen oder husten
    • Einwegtaschentücher benutzen
    • Nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen
    • Auf Händeschütteln und engen Körperkontakt wie Umarmung zur Begrüßung verzichten

    Bei Auftreten einer durch Viren verursachten Lungenentzündung können zusätzliche Infektionen durch Bakterien begünstigt werden, daher gilt für Personen die 60 Jahre oder älter sind und für Personen die an bestimmten Grunderkrankungen leiden:

    • Sprechen Sie Ihren Arzt auf eine Pneumokokken-Impfung an, sofern Sie nicht schon einen Impfschutz haben.

    Im Alltag sollten soziale Kontakte so weit als möglich reduziert werden. Dabei sollten folgende Tipps beachtet werden:

    • Einkäufe außerhalb der Haupteinkaufszeiten erledigen oder Einkäufe vor die Wohnungstür liefern lassen (z. B. von Familienangehörigen, Nachbarn)
    • Öffentliche Nahverkehrsmittel möglichst außerhalb der Stoßzeiten nutzen und Handschuhe tragen, um Erregerübertragung über die Hände zu vermeiden
    • Geschäftliche und private Treffen meiden, die nicht unbedingt notwendig sind
    • Auf Familienfeiern verzichten, Einzelbesuche bevorzugen
    • Größere Menschenansammlungen vermeiden
    • Besuche in Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern sind nur noch in Ausnahmen gestattet (Kinder, im Notfall oder in der Versorgung von Sterbenden)

    Welche Aktivitäten sind ohne Risiko möglich?

    Freizeit- oder Sportaktivitäten an der frischen Luft, sofern man dabei keinen engen Kontakt zu anderen Personen hat (z. B. Spaziergang, Fahrradfahren)

     

     

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