Lärm

Die Belastung durch Lärm stellt eines der größten Umweltprobleme dar. Große Teile der Bevölkerung fühlen sich laut Umfragen des Umweltbundesamtes insbesondere vom Verkehrslärm belästigt.

Aber auch Lärm aus der Nachbarschaft, von Gewerbe-, Industriebetrieben, Baustellen, Freizeitanlagen etc. kann als störend empfunden werden.

Forschungsergebnisse zeigen, dass sich dauerhafter Lärm mit bestimmten Lärmpegeln nicht nur negativ auf die empfundene Lebensqualität, sondern generell auch auf den Gesundheitszustand der Betroffenen auswirkt.


Lärmkartierung & Lärmaktionsplanung

Am 25. Juni 2002 wurde von der Europäischen Union die EU-Umgebungslärmrichtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm erlassen. Die rechtliche Umsetzung in Deutschland erfolgte durch eine Übernahme der Inhalte der EU-Umgebungslärmrichtlinie in das Bundesimmissionsschutzgesetz (§ 47a-f) und die Verordnung über die Lärmkartierung.

Für die Erarbeitung des Lärmaktionsplanes (LAP) sind grundsätzlich die Kommunen zuständig. Für die Umsetzung die jeweiligen Fachbehörden (v.a. Straßenbaubehörden, Straßenverkehrsbehörden). Der LAP muss alle fünf Jahre überprüft und ggf. fortgeschrieben werden.

Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung in Kornwestheim

Grundlage der Lärmaktionsplanung bilden die Lärmerfassungen bzw. Lärmkartierungen. Diese erfolgten in zwei Stufen und wurden von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) durchgeführt und durch die Untersuchung verschiedener innerstädtischer Streckenabschnitte sowie Pattonville im Auftrag der Stadt Kornwestheim ergänzt. Für Gebiete mit vordringlichem Handlungsbedarf (nicht Einzelfallplanungen), d.h. für Bereiche mit Lärmpegeln ab 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts, wurden mögliche Maßnahmen zur Lärmminderung geprüft und in den Lärmaktionsplan eingearbeitet.
Der Lärmaktionsplan für Kornwestheim wurde vom Gemeinderat am 26. Januar 2017 beschlossen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Umsetzung der Maßnahmen zur Lärmminderung vorzubereiten.
Die endgültige Fassung des Lärmaktionsplanes der Stadt Kornwestheim finden Sie hier.

Ergänzende Informationen zur EU-Umgebungslärmrichtlinie und zur Lärmaktionsplanung  finden Sie unter:

https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/laerm-und-erschuetterungen/laermkartierung-und-laermaktionsplanung

3. Stufe der Lärmkartierung der LUBW

Wie das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (MVI) mit Schreiben vom 29.01.2019 mitteilte, macht die Veröffentlichung der aktuellen Lärmkarten für die Hauptverkehrsstraßen durch die LUBW im Dezember 2018 eine Überprüfung der Lärmaktionspläne unter Einbeziehung der Öffentlichkeit zwingend erforderlich, auch wenn der Lärmaktionsplan jünger als fünf Jahre ist.

Vor diesem Hintergrund wurde von der Stadt Kornwestheim das Büro BS Ingenieure, Ludwigsburg, das auch den aktuell gültigen LAP erstellt hat, mit der Überprüfung beauftragt.

Abschließendes Fazit der Überprüfung durch die BS Ingenieure ist, dass sich durch die Ergebnisse der LUBW-Lärmkartierung für den Lärmaktionsplan der Stadt Kornwestheim keine relevanten Änderungen ergeben. Eine Überarbeitung des Lärmaktionsplanes ist somit nicht erforderlich. Den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Die Ergebnisse der Überprüfung mit der Lärmkartierung 2017 der LUBW (Prüfbericht vom 04.11.2019) wurden dem Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) am 19.11.2019 präsentiert. In der gleichen Sitzung wurde die Verwaltung vom AUT beauftragt, den Prüfbericht in der Fassung vom 04.11.2019 gemäß Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG und §§ 47d BImSchG Bundesimmissionsschutzgesetz öffentlich auszulegen.

Der Prüfbericht wird in der Zeit vom 26.11.2019 bis 30.12.2019 (jeweils einschließlich) im Bürgerbüro Bauen (Rathaus-Westbau, Zimmer Nr. 220) der Stadtverwaltung Kornwestheim, Jakob-Sigle-Platz 1 in 70806 Kornwestheim öffentlich ausgelegt und kann dort während der allgemeinen Öffnungszeiten
Montag bis Freitag: 08:30 Uhr - 12:00 Uhr
Montag: 14:00 Uhr - 18:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 Uhr - 17:00 Uhr

eingesehen werden.

Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes

Unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) alle fünf Jahre einen Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Ziel der Lärmaktionsplanung ist die Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen. Eine Haupteisenbahnstrecke ist ein Schienenweg mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 30.000 Zügen pro Jahr. Die gesetzlichen Regelungen finden sich in §§ 47 a-f Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG).

  • Strategische Lärmkartierung

Ende Juni 2017 hat das EBA die Ergebnisse der dritten Runde der strategischen Lärmkartierung Schiene vorgelegt. Die Lärmkarten und Betroffenheitsstatistiken sind über den Kartendienst des EBA abrufbar. Eine Öffentlichkeitsbeteiligung hat stattgefunden.

http://laermkartierung1.eisenbahn-bundesamt.de/mb3/app.php/application/eba

Weitere Informationen finden sich auf der Informations- und Beteiligungsplattform des EBA:
www.laermaktionsplanung-schiene.de

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