Daniel Güthler, Erster Bürgermeister, und Sabine Zimmermann, Leitung der Abteilung Verkehrsüberwachung, sind bei der Anbringung der Schilder vor Ort.
Daniel Güthler, Erster Bürgermeister, und Sabine Zimmermann, Leitung der Abteilung Verkehrsüberwachung, sind bei der Anbringung der Schilder vor Ort.

Durchfahrtsverbot für LKW in der Innenstadt tritt in Kraft

Die Innenstadt und auch Wohngebiete sollen stärker als bisher von LKW-Durchgangsverkehr entlastet werden. Deshalb tritt jetzt ein Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen in Kraft, entsprechende Verkehrskennzeichen sind bereits angebracht worden. Ausgenommen sind lediglich Fahrzeuge für die Anlieferung und des ÖPNV.

"Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt", zeigt sich Erster Bürgermeister Daniel Güthler überzeugt. Weniger Schwerlastverkehr sei gleichbedeutend mit einer geringeren Lärmbelästigung und einem höheren Sicherheitsgefühl für die Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß im Stadtgebiet unterwegs sind. Die Stadt Kornwestheim befinde sich in der glücklichen Lage, dass sich die Gewerbegebiete (Nord, Ost, Moldengraben, Holzgrund, Wasserturm, Albstraße, Kreidlerareal oder am Containerbahnhof) am Stadtrand befinden und über die B 27, die B 27 a sowie die Westrandstraße gut angebunden und erreichbar sind, so Güthler. "Somit ist es nicht erforderlich, die Stadtmitte oder Wohngebiete zu durchqueren", ergänzt er. Das Regierungspräsidium Stuttgart als übergeordnete Behörde hat seine Zustimmung erteilt. Die Beschilderung auf der B 27 soll in einem nächsten Schritt entsprechend angepasst werden.

Lenkungskonzept aus dem Jahr 1999 wurde überarbeitet

Bereits im Jahr 1999 war ein LKW-Lenkungskonzept beschlossen worden, voriges Jahr ist dies nachjustriert worden. Zwar ist der Anteil des Schwerlastverkehrs mit drei bis fünf Prozent recht gering. Allerdings ist er analog zu dem Verkehrsaufkommen in den vergangenen Jahren gestiegen. Verbesserungen erhofft man sich insbesondere für die Aldinger Straße westlich der B 27: Hier ist der Anteil an Schwerlastverkehr bisher deutlich höher.

Aktuell besteht bereits ein LKW-Durchfahrtverbot mit unterschiedlichen Tonnenbegrenzungen auf der Lindenstraße, der Pflugfelder Straße einschließlich der Pflugfelder Brücke, der Holzgrund- und Villeneuvestraße sowie im Norden im Bereich des GdF-Knotens und der Solitudeallee. "Daraus wird jetzt ein Konzept aus einem Guss", so Güthler.

Geringe Umwege für die LKW

Das Büro Modus Consult, das im Vorfeld mit der Fortschreibung des Lenkungskonzeptes beauftragt worden war, hatte herausgefunden, dass die Umwege durch die Verlagerung des LKW-Verkehrs auf das umgebende Straßennetz (B 27; B27a, Westrandstraße) durchaus zumutbar sind. Die Streckenlänge erhöht sich pro Fahrzeug durchschnittlich zwar um zirka 4 Kilometer. Wesentliche Nachteile in Bezug auf die Fahrzeiten ergeben sich dadurch im Regelfall aber nicht, weil es in der Innenstadt deutlich mehr Ampeln und Tempolimits gibt. Auch die Auswirkungen auf Lärm und CO2-Ausstoß werden in der Untersuchung als verträglich eingestuft.

Auf den Zufahrtsstraßen machen jetzt entsprechende Verkehrszeichen mit dem Hinweis „Lieferverkehr frei bis Innenstadt“ auf das Durchfahrtsverbot für LKW aufmerksam. Diese befinden sich an folgenden Stellen:

§ Gewerbegebiet Nord/Domertalstraße
§ Holzgrunddurchlass
§ Stammheimer Straße/Marie-Curie-Straße/Kreidlerstraße
§ Gewerbegebiet Stuttgarter Straße/Albstraße
§ Kreisverkehr Kimry-Platz/Theodor-Heuss-Straße
§ Zeppelinstraße/Zubringer B 27
§ Neckarstraße
§ Aldinger Straße/Zubringer B 27.

Die Stadtverwaltung will die Einhaltung des Durchfahrtsverbotes jetzt verstärkt kontrollieren.