Die Stadt Kornwestheim bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an, sich testen zu lassen. Mit guten Beispiel voran gehen (von links) Oberbürgermeisterin Ursula Keck, Erster Bürgermeister Daniel Güthler und Bürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel.

Stadtverwaltung stellt umfangreiches Testangebot auf die Beine

Die Kornwestheimer Stadtverwaltung hat eine umfangreiche Teststrategie auf den Weg gebracht. Ab Freitag, 19. März 2021, sollen alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich in Testzentren vor Ort auf das Coronavirus testen zu lassen. Das Angebot richtet sich an Menschen ab sechs Jahren ohne Symptome.

Außerdem soll im Laufe der kommenden Woche mit der Testung von Kindern und Jugendlichen begonnen werden. Darüber hinaus bietet die Stadtverwaltung Schnelltests für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.

Testzentren auf dem Kimry-Platz und Salamander-Areal

Die Stadt Kornwestheim unterstützt bei der Einrichtung zweier kommunaler Covid-19-Testzentren im östlichen und westlichen Stadtgebiet. Auf dem Rewe-Parkplatz des Salamander-Areals sowie auf dem Grünstreifen zwischen Kimry-Platz und Feuerwache werden Container aufgestellt. Das Testzentrum am Kimry-Platz wird von der dort ansässigen Stern-Apotheke geleitet. In dem Testzentrum auf dem Salamander-Areal werden Mitarbeiter/-innen der Johannes-Apotheke im Einsatz sein. Unterstützt werden die beiden Teams von Ehrenamtlichen aus den Reihen des SV Salamander Kornwestheim 1894 e.V.

Am Kimry-Platz wird montags und freitags von 14 Uhr bis 18 Uhr und im Salamander-Areal donnerstags und freitags von 14 Uhr bis 18 Uhr und samstags (ab dem 27. März 2021) von 9 Uhr bis 11 Uhr getestet. "Die Tests sind kostenlos", erklärt Michael Siegel, Leiter des Fachbereichs Recht, Sicherheit und Ordnung. Die Termine können ab Donnerstag, 18. März 2021 online und auch telefonisch unter (07154) 202-8021 gebucht werden. Das Telefon ist montags bis freitags von 8.30 Uhr bis 12 Uhr, montags von 14 Uhr bis 18 Uhr, dienstags und mittwochs von 14 Uhr bis 16 Uhr und donnerstags von 14 Uhr bis 17 Uhr, besetzt. "Die Tests nehmen nur wenige Minuten in Anspruch, das Ergebnis wird nach etwa 20 Minuten mitgeteilt", erklärt Siegel. Wenn das Testergebnis positiv ist, wird sofort das Gesundheitsamt informiert.

Schnelltests für alle Schülerinnen und Schüler

In einem Gespräch mit den Schulleitungen ist darüber beraten worden, wie das Testangebot für Kinder und Jugendliche aussehen soll. Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Testungen dezentral, also an den einzelnen Schulen, durchgeführt werden sollen.

Je nach Schulart und Alter der Kinder und Jugendlichen sollen individuelle Lösungen entwickelt werden. Wie diese aussehen, liegt in der Verantwortung der einzelnen Schulen. So ist die Einrichtung schuleigener Testzentren ebenso denkbar wie Testungen während des Unterrichtes. Das Ziel besteht darin, zwei Tests pro Woche anzubieten. Die Kosten übernimmt das Land.

"Das ist ein wichtiger Schritt, um die Schulen möglichst lange offen zu halten", begrüßt Christoph Mühlthaler, Rektor des Ernst-Sigle-Gymnasiums, die Teststrategie. Erfreut über den Schulterschluss von Stadtverwaltung und Schulen zeigte sich auch Petra Götz, Leiterin der Silcherschule und geschäftsführende Schulleiterin. "Für die Grundschulen ist es wichtig, auf Ehrenamtliche bauen zu können, um möglichst viele Kinder zweimal pro Woche testen zu können. Und zwar ohne, dass Kernunterricht ausfällt", lautet ihr Appell.

Ehrenamtliche sollen Schulen unterstützen

Einigkeit herrschte darüber, dass Ehrenamtliche, vorzugsweise Mütter und Väter der Schülerinnen und Schüler, für diese Aufgabe gewonnen werden sollen. Diese sollen eine Aufwandsentschädigung erhalten.

Die Stadtverwaltung wird die benötigten Testkits bestellen, Schulungen für die ehrenamtlichen Testerinnen und Tester anbieten und deren Aufwandsentschädigung abrechnen. Die Schulen werden die Durchführung der Tests vor Ort organisieren. Zum Einsatz gelangen die Anterio-Nasal-Tests, die sehr gut von geschulten Laien durchgeführt werden können. Je nach Alter der Schülerinnen und Schüler sind auch angeleitete Selbsttestungen denkbar. Darüber hinaus ist ein Besuch in den beiden örtlichen Testzentren möglich.

In einem Schreiben, das über die Schulen verteilt werden soll, wird die Stadt Kornwestheim die Eltern über die geplanten Testungen und die Rahmenbedingungen informieren. Diesem Schreiben liegt ein Vordruck bei, mit dem die Erziehungsberechtigten einem Test ihrer Kinder zustimmen können.

Schnelltests für städtische Beschäftigte

Darüber hinaus bietet die Stadt Kornwestheim Schnelltests für ihre Beschäftigten an. Diese werden im Rathaus sowie im Bauhof und in der Stadtgärtnerei durchgeführt. Als kommunale Arbeitgeberin will die Stadtverwaltung als Vorbild voran gehen. Durchgeführt werden die Tests von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich freiwillig gemeldet haben und entsprechend geschult worden sind.