Viel Platz für Tischtennis und mehr bietet der neugestaltete Innenhof der Theodor-Heuss-Realschule. Das Foto zeigt Schulleiter Boris Rupnow (links) mit Sven Koch, Leiter des Fachbereichs Hochbau und Gebäudetechnik. Foto: Stadt Kornwestheim

Kleines Facelift ist großer Gewinn für die Realschule

Die Freude über den neugestalteten Innenhof ist dem Leiter der Theodor-Heuss-Realschule, Boris Rupnow, deutlich anzusehen. "Das ist eine echte Bereicherung für unsere Schule und vergrößert den Aulabereich", zeigt er sich erfreut über die erst vor wenigen Tagen abgeschlossene Baumaßnahme.

Die meisten der zirka 800 Schülerinnen und Schüler werden davon kaum etwas mitbekommen haben, da sie sich im Homeschooling befinden. Aktuell nehmen nur die Jugendlichen aus den Abschlussklassen am Präsenzunterricht teil.

In den vergangenen Wochen hat der Innenhof ein neues Gesicht erhalten: Das verwilderte Biotop ist verschwunden. Stattdessen ist die zirka 230 Quadratmeter große Fläche mit hellen Betonsteinen gepflastert worden. Boris Rupnow hat dort spontan eine Tischtennisplatte aufgebaut. Dort können jetzt die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte bei der Jagd nach dem kleinen Ball spannende Duelle austragen. Für Rupnow ist das eine Idee, die er gerne weiter verfolgen will und verweist in diesem Zusammenhang auf die Kooperation mit dem Tischtennisverein im Ganztagesbereich.

Mehr Platz für Veranstaltungen

"Ich kann mir aber auch gut vorstellen, diesen neu geschaffenen Raum bei schönem Wetter für schulische Veranstaltungen, wie zum Beispiel für eine Zeugnisübergabe, zu nutzen", so Rupnow. Das sei ein zentraler Raum, von dem die gesamte Schule profitiere.

Doch nicht nur der Innenhof hat ein Facelift erhalten. Das trifft auch auf die Gebäudefassade zu, die den Innenhof einrahmt. Diese bestand auf drei Seiten aus Glasbausteinen, die in Beton eingefasst waren. Diese Art der Gestaltung "schluckte" nicht nur viel Tageslicht, sondern entsprach auch nicht mehr den aktuellen Brandschutzbestimmungen, wie Sven Koch, Leiter des Fachbereichs Hochbau und Gebäudetechnik, bei einem Termin vor Ort erläuterte. "Wir können die Räume jetzt entrauchen", wies Koch auf die Oberlichter hin, mit denen die neuen Fenster versehen sind.

Neue Fenster mit Isolierverglasung

Mit dem Fenstertausch ist nicht nur dem Brandschutz Genüge getan worden. Durch die bodentiefe Verglasung gelangt nun viel Tageslicht in den Innenbereich. Die aus drei Scheiben bestehende Isolierverglasung sorgt gleichzeitig dafür, dass die Räume sich im Sommer nicht zu stark aufheizen und im Winter nicht zu stark auskühlen. Die Fenster, die nach Süden ausgerichtet sind, wurden zudem mit Jalousien ausgestattet, die bei Bedarf vor Sonneneinstrahlung schützen. Der Einbau der neuen Fenster wurde auch dazu genutzt, Teile der Fassade zu streichen.

Die Realschüler haben jetzt noch einen Grund mehr, sich auf das Ende des Lockdowns und auf die Rückkehr an ihre Schule zu freuen. Bleibt noch der Blick auf die Kosten: Die Neugestaltung der Fassade und Fenstertausch haben 280.000 Euro gekostet. Die Umgestaltung des Innenhofes schlägt mit 34.000 Euro zu Buche.