Für die Beschäftigten in Kitas und Schulen werden ab dem 8. März Schnelltests vor Ort angeboten.

Corona-Schnelltests für Beschäftigte in Kitas und Schulen

Auf eine dezentrale Lösung setzt die Kornwestheimer Stadtverwaltung bei der Durchführung von Corona-Schnelltests in Kitas und Schulen. In der kommenden Woche wird damit begonnen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Einrichtungen so zu schulen, damit sie ab Montag, 8. März 2021, die Schnelltests vor Ort durchführen können.

"Ich bin froh darüber, dass wir eine pragmatische Lösung gefunden haben, die sich gut in den Arbeitsalltag der einzelnen Einrichtungen integrieren lässt", so Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Mit den Schnelltests werde ein wichtiger Beitrag geleistet, Infektionen frühzeitig zu erkennen und die weitere Ausbreitung verhindern zu können. Diese Meinung teilen auch die Mitglieder des Gemeinderates. Sie haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend dem von der Stadtverwaltung geplanten Vorgehen ihre Zustimmung erteilt.

Mit der Durchführung von Corona-Schelltests reagiert die Stadt Kornwestheim auf eine Vorgabe des Landes. Damit Schulen und Kitas ihren Betrieb aufrechterhalten können, sollen sich die Beschäftigten zweimal wöchentlich testen lassen. Die Kommunen erhalten die Möglichkeit, eigene Testangebote anzubieten. In Kornwestheim betrifft das zirka 300 pädagogische Kräfte in den Kitas plus 150 Beschäftigte in den Schulen (Lehrkräfte, Schulkindbetreuung, Hausmeister).

Feldversuch mit mobilen Teams

In der Verwaltungsspitze hat man sich mit mehreren Lösungen beschäftigt. Die Einrichtung eines Impfzentrums wurde verworfen, da der zeitliche Aufwand für die Beschäftigten zu hoch gewesen wäre. Getestet wurde auch der Einsatz mobiler Teams. In einer Art Feldversuch haben Teams der Freiwilligen Feuerwehr und des Deutschen Roten Kreuzes Tests in städtischen Kitas durchgeführt. Hier zeigte sich, dass zum einen der zeitliche Aufwand recht hoch ist. Außerdem wurde festgestellt, dass der Einsatz der mobilen Teams für Unruhe und Verunsicherung sorgte.

Auf der Grundlage dieser Erfahrungen hat die Stadtverwaltung sich dafür entschieden, jeweils zwei Beschäftigte pro Kita und Schule so zu qualifizieren, damit sie diese Tests selbständig durchführen bzw. anleiten können. Damit dies auch geschulten Laien gelingt, soll der Anterio Nasal Test angeboten werden. Um ein zuverlässiges Ergebnis zu erzielen, ist lediglich ein Abstrich im vorderen Nasenraum erforderlich.

Schulungen starten in der kommenden Woche

In der kommenden Woche werden die Coronatest-Beauftragten der Einrichtungen an zwei Terminen im K entsprechend geschult. Feuerwehr-Kommandant Matthias Häußler und der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Kornwestheim, Dr. Karl-Hermann Roesch, werden zeigen, wie man einen Abstrich entnimmt und auswertet. Außerdem bieten sie eine EDV-Schulung an, da die Daten elektronisch erfasst werden.

"Wir werden in einem ersten Schritt 4000 Tests bestellen", erklärte Michael Siegel, Leiter des Fachbereichs Recht, Sicherheit und Ordnung. Angesichts von Kosten in Höhe von aktuell 6,90 Euro pro Test ergibt sich dadurch eine Ausgabe in Höhe von 26.000 Euro. Die Kommunen können beim Land Beschaffungskosten für die Testkits geltend machen.