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Der Bereich um die Gumpenbachbrücke wird am Samstag, 19. Dezember 2020, großräumig gesperrt.

Bereich um die Gumpenbachbücke wird großräumig gesperrt

Wenn der westliche Teil der Gumpenbachbrücke am kommenden Samstag, 19. Dezember 2020, um Punkt 9 Uhr gesprengt wird und mit lautem Getöse einstürzt, können Interessierte das quasi vom Frühstückstisch aus verfolgen. Vorarbeiten und Sprengung werden ab zirka 8 Uhr per Livestream übertragen.

Schaulustige sind in Coroanazeiten verboten. Das Ordnungsamt der Stadt Kornwestheim weist darauf hin, dass der Aufenthalt außerhalb der Wohnung von 5 bis 20 Uhr nur bei Vorliegen triftiger Gründe gestattet ist. "Der beste Platz ist zu Hause", betont deshalb auch Oberbürgermeisterin Ursula Keck. Sie findet es sehr gut und absolut passend zur Coronazeit, dass das Regierungspräsidium Stuttgart als Träger der Baumaßnahme die Sprengung der Brücke per Livestream zeigt. Es werden zwei Drohnen und mehrere Kameras eingesetzt, die sowohl die vorbereitenden Arbeiten als auch die eigentliche Sprengung in Szene setzen. 

Für viele Menschen mag die Brückensprengung ein Spektakel sein - für die Ordnungskräfte und das beauftragte Sprengunternehmen, die Lothar Rapp GmbH mit Sitz in Vaihingen, ist diese Aktion dagegen mit hohem Aufwand verbunden.

Zirka 20 Anwohnerinnen und Anwohner werden evakuiert

Aus Sicherheitsgründen wird das Umfeld der Brücke von 7.30 bis 9.30 Uhr weiträumig abgesperrt. Polizeibeamte, Mitarbeiter des Gemeindlichen Vollzugsdienstes der Stadt Kornwestheim, Feuerwehrleute sowie Helfer eines Sicherheitsunternehmens achten darauf, dass niemand diese Sperren passieren wird. Die Menschen, die in Gebäuden in einem Umkreis von zirka 50 Metern wohnen, müssen ihre Wohnungen verlassen. Sie haben eine Räumungsverfügung erhalten. Dabei handelt es sich um zirka 20 Menschen. Ihnen wird angeboten, sich während der Zeit der Sprengung in der Feuerwache aufzuhalten.

"Ich bitte alle Anwohnerinnen und Anwohner, sich an die Auflagen zu halten. In dem abgesperrten Bereich darf sich niemand aufhalten, der nicht mit der Sprengung oder der Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen zu tun hat", lautet der Appell von Oberbürgermeisterin Ursula Keck.

Darüber hinaus wird ein weiterer Absperrbereich in einem Abstand von bis zu 150 Metern zur Brücke eingerichtet. Die Bewohnerinnen und Bewohner in diesem Bereich sind aufgefordert, sich während der Sprengung in ihren eigenen vier Wänden und nicht draußen, zum Beispiel in ihrem Garten, auf der Straße oder ihrem Balkon, aufzuhalten. Entsprechende Informationsblätter sind verteilt worden.

Halteverbot im Gefahrenbereich

Um Beschädigungen an den Fahrzeugen zu vermeiden, wird dringend empfohlen, die Fahrzeuge aus dem Absperrbereich zu entfernen oder in der Garage zu parken. Im Gefahrenbereich werden Halteverbote eingerichtet sein. Fahrzeuge werden hier sofort kostenpflichtig versetzt. Das Halteverbot ist gültig ab Freitag, 18. Dezember 2020, 16 Uhr und wird kontrolliert.

Auf der B 27 wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen kurzzeitig gestoppt, maximal für die Zeit von 8.50 bis 9.15 Uhr. Spätestens dann ist der westliche Teil der Gumpenbachbrücke Geschichte. Die Sprengung können Interessierte auf dem Youtube-Kanal des RP Stuttgart verfolgen.

(Erstellt am 17. Dezember 2020)