Oberbürgermeisterin Ursula Keck, Lehrerin Kathrin Bender-Nienhaus, Schülersprecherin Vaisnavi Velananthan, Sprecher der Jugenddelegation Kornwestheim Luca Di Paolo, Schulleiter Boris Rupnow und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.
Besuch an der Theodor-Heuss-Realschule in Kornwestheim: Das Bild zeigt (von links) Oberbürgermeisterin Ursula Keck., Lehrerin Kathrin Bender-Nienhaus, Schülersprecherin Vaisnavi Velananthan, Luca Di Paolo von der Jugenddelegation, Schulleiter Boris Rupnow und Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann.

Ministerin Dr. Eisenmann besucht Theodor-Heuss-Realschule

Die Digitalisierung an Schulen hat bei dem Besuch von Kulturministerin Dr. Susanne Eisenmann am vergangenen Mittwoch an der Theodor-Heuss-Realschule im Mittelpunkt gestanden. Die CDU-Politikerin war einer Einladung der Stadt Kornwestheim gefolgt.

Wie es um den Einsatz neuer Medien an den vier Grundschulen und an den drei weiterführenden Schulen in Trägerschaft der Stadt Kornwestheim bestellt ist, erläuterte Oberbürgermeisterin Ursula Keck: "Wir sind hoch motiviert und haben in den vergangenen Jahren viel auf den Weg gebracht". So ist bereits im Jahr 2014 gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Schulen ein Konzept zur Medienplanung erarbeitet worden.

Kommunen tragen die Folgekosten

Die technische Ausstattung wird von Bund und Land gefördert, wobei die Kommunen einen Eigenanteil leisten. Keck machte gegenüber der Ministerin aber deutlich, dass die Städte und Gemeinden aktuell die Folgekosten tragen müssen. Hier nannte sie unter anderem Betriebskosten, IT-Administration oder die Ersatzbeschaffung für veraltete Geräte. Die Oberbürgermeisterin sprach sich für eine Ausweitung und Verstetigung des Digitalpaktes aus. "Wie sollen die Kommunen in den nächsten Jahren die Weiterentwicklung der Digitalisierung finanzieren?", richtete sie sich an die Ministerin.

„Wir werden eine Lösung finden“, sagte Ministerin Dr. Susanne Eisenmann. Für die IT-Administration liege bereits ein Verhandlungsergebnis vor. Um die organisatorischen und finanziellen Beziehungen zwischen Land und Kommunen beim Thema Schule grundsätzlich zu prüfen und zukunftsfest zu machen, habe das Kultusministerium gemeinsam mit den Kommunalen Landesverbänden vor kurzem zudem eine Kommission „Schulträgerschaft im 21. Jahrhundert“ gegründet.

Die Kultusministerin ging im Gespräch vor Ort auch auf die aktuellen Herausforderungen und die Erfahrungen aus dem ersten Lockdown im Frühjahr dieses Jahres ein. Corona habe die Entwicklung der Digitalisierung beschleunigt. Es sei aber nie vorgesehen gewesen, komplett auf das sogenannte Homeschooling umzustellen. „Inzwischen stehen wir besser da, aber es gibt noch Luft nach oben“, unterstrich sie. Sie kündigte an, dass das Land gemeinsam mit den kommunalen Partnern mobile Endgeräte an alle Lehrkräfte in Baden-Württemberg verteilen wolle, sobald das im Spätsommer angekündigte Geld des Bundes auch komme. Sie legte zudem den Stand der Digitalen Bildungsplattform dar und bekannte sich zur bestehenden Lernmittelfreiheit. Der Zugang zu neuen Medien dürfe nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, sagte Eisenmann

Sie kündigte an, dass die Landesregierung zeitnah Laptops an alle Lehrkräfte in Baden-Württemberg verteilen wolle. Diese werden von der Bundesregierung finanziert. Außerdem beschäftige man sich intensiv mit der Schaffung und dem Ausbau von Lernplattformen.

Herzlich wird Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (rechts) von Oberbürgermeisterin Ursula Keck (links) und Schülersprecherin Vaisnavi Velananthan empfangen. 

Besuch einer Unterrichtsstunde im Fach Biologie

Wie die digitalen Medien in der Praxis genutzt werden, wurde beim Besuch einer Unterrichtseinheit deutlich. Im Fach Biologie beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 c gemeinsam mit ihrer Lehrerin Kathrin Bender-Nienhaus mit dem menschlichen Skelett, und zwar auf Englisch. Hier erfuhren die Besucherinnen und Besucher anschaulich, wie der Unterricht an einer interaktiven Schultafel aussieht und wie Elemente des analogen und digitalen Unterrichts ineinandergreifen.

Boris Rupnow, Leiter der Theodor-Heuss-Realschule, unterstrich, dass der digitale Unterricht über hohen Stellenwert an seiner Schule verfügt. Außerdem gab er einen Überblick über die technische Ausstattung in dem Schulgebäude. "Die Technik folgt der Pädagogik", betonte er.

Whitney Killip-Ullrich, Vorsitzende des Gesamtelternbeirates Schulen, wies auf die Bedeutung des digitalen Unterrichts hin, um die Kinder und somit die gesamte Gesellschaft zukunftsfähig zu gestalten. Eine gute technische Ausstattung entspreche dem Wunsch zahlreicher Eltern.

Doch wie erleben Schülerinnen und Schüler die Digitalisierung des Schulunterrichtes? In einem Video, den die Jugenddelegation Kornwestheim erstellt hat, kamen Schülerinnen und Schüler zu Wort.

(Erstellt am 18. November 2020)