Oberbürgermeisterin Ursula Keck bei der Gedenkfeier am Volkstrauertag.
Oberbürgermeisterin Ursula Keck bei der Gedenkfeier am Volkstrauertag.

Volkstrauertag im Zeichen der Coronakrise

In deutlich kleinerem Rahmen als in den Vorjahren ist der diesjährige Volkstrauertag auf dem Kornwestheimer Friedhof begangen worden.

Am Mahnmal für den Frieden legte Oberbürgermeisterin Ursula Keck gemeinsam mit Guido Hirschbühl, Pastoralreferent im Ruhestand, einen Kranz nieder und gedachte der Kriegstoten und der Opfer von Gewaltherrschaft.

Aufgrund der Beschränkungen durch die Coronakrise fand dieses Gedenken zwar ohne Abordnungen aus den Partnerstädten und ohne musikalische Begleitung statt. Trotzdem hatten sich einige Bürgerinnen und Bürger aus Kornwestheim eingefunden. Ursula Keck sprach das Totengedenken, das vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss im Jahr 1952 eingeführt worden ist.

"Trotz des Coronavirus und der Unmöglichkeit, eine Gedenkfeier im gewohnten Raum durchzuführen, ist es mir gerade in diesem Jahr ein besonderes Anliegen, die Bedeutung des heutigen Tages in den Vordergrund zu stellen", sagte Oberbürgermeisterin Ursula Keck zu Beginn der Veranstaltung. Ausdrücklich schloss sie in das Totengedenken die mehr als eine Million Menschen weltweit ein, die durch das Covid-19-Virus ihr Leben verloren haben.

Plädoyer für Solidarität und Respekt

Ursula Keck warb in ihrer Rede für Solidarität der Menschen und Respekt. Gleichzeitig sprach sie sich deutlich gegen die Verharmlosung des Coronavirus und der damit verbundenen Gefahr aus: "Wir sind aufgerufen, uns gemeinsam dieser Gefahr zu stellen und uns gemeinsam zu der Aufgabe zu bekennen, die Ansteckungsgefahr zu minimieren und den Menschen die Unterstützung zukommen lassen, die sie brauchen."

Sie wies auf die zahlreichen humanitären und sozialen Projekte während der Coronazeit hin, die Mut machen. Hier hob sie die Nachbarschaftshilfe, die Aktivitäten des Arbeitskreises Asyl und die Hilfsdienste von Deutschem Roten Kreuz, Maltesern und Feuerwehr hervor.

"Es war eine bewusste Entscheidung der Stadt Kornwestheim, dass wir das Gedenken in diesem Jahr als eine Mahnung verstehen, füreinander einzutreten und Verantwortung füreinander zu übernehmen, aber dabei die notwendige Distanz zu wahren", betonte sie. Sie hoffe sehr, im Jahr 2021 wieder mit den Gästen aus den Partnerstädten, den Schülerinnen und Schülern, den Vereinen und Hilfsorganisationen am Ehrenmal für den Frieden stehen zu können.

Die Rede von Oberbürgermeisterin Keck lässt hier (20,9 KB) in voller Länge nachlesen. Das Video von dem Gedenken auf dem Kornwestheimer Friedhof ist bei Youtube unter folgendem Link abrufbar https://youtu.be/fvllYi5629I  

(Erstellt am 16. November 2020)