Ausstellung Roland Wesner v.l. Simone Westerwinter, Anita Wesner, Saskia Dams, Albrecht Werwigk und Ursula Keck

Die zweiseitige Symbolik des Regenbogens: Werke des Malers Roland Wesner sind ab sofort im Museum im Kleihues-Bau zu sehen

Eine Ausstellung mit Werken des verstorbenen Ludwigsburger Malers Roland Wesner (1940-1987) ist ab sofort bis Sonntag, 17. Januar 2021, im Museum im Kleihues-Bau zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel: "Die Regenbogenfalle". "Diese zwei Seiten der positiven und negativen Symbolik des Regenbogens werden in Wesners Werken aufgegriffen", erklärt Museumsleitern Saskia Dams.

Der Regenbogen taucht dabei in fast allen Werken des Künstlers auf - sei es als zarter dynamisierender Hauch, als bewusst gesetzter Störfaktor oder als flächiges, geometrisches Gestaltungselement. Wie alles verschlingende schwarze Löcher öffnen sich in den rätselhaft anmutenden Bildschöpfungen von Roland Wesner eine Vielzahl geheimnisvoll konstruierter Kuben. Seine Arbeiten vereinen dadurch die teils märchenhaften, symbolischen Züge dieses Naturphänomens mit der beklemmend wirkenden Energie schwarzer Flächen.

Werke blieben fast 30 Jahre im Verborgenen

Fast 30 Jahre blieben die Werke des Ludwigsburger Künstlers im Verborgenen, bis sein Freund und Wegbegleiter Albrecht Werwigk auf Museumsleiterin Dams zugekommen ist. "Ich bin sehr froh, dass sich Kornwestheim zuständig fühlt", sagt Werwigk. Die Ausstellung vereine genau das, was Leiterin Dams so wichtig ist: die künstlerische Förderung von Kindern und generationenübergreifende Ausstellungsarbeit. "Es ist zum Beispiel wieder die Aktion 'Nachts im Museum' geplant. Die Ludwigsburger Märchenspezialistin Xenia Busam wird auf dem Regenbogenteppich Geschichten erzählen", gibt Dams einen Ausblick.

Im Dialog mit den Gemälden Roland Wesners zeigt die Besigheimer Künstlerin Simone Westerwinter eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Motiv des Regenbogens in Form eines kunterbunten Teppichs, der sich in seiner asymmetrischen Form durch fast den kompletten Ausstellungsraum zieht. Das Werk trägt den Titel "Iris / Over the Rainbow". Wie die Götterbotin Iris sollen auch die Besucherinnen und Besucher über den Teppich laufen oder sich hinsetzten. "Der Regenbogen fasziniert mich", sagt Westerwinter. Für die Künstlerin sei er ein Symbol der Vielfalt und Toleranz.

Dieses besondere Ausstellungsprojekt wird gefördert von der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg und entsteht in Kooperation mit der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. Ein gemeinsamer Katalog ist zum Preis von 22,90 Euro erhältlich.

Zur Ausstellung bietet das Museum im Kleihues-Bau ein umfangreiches Begleitprogramm mit Kuratorenführungen, Kinderprogrammen und Workshops an. Bitte beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Situation eine Anmeldung erforderlich und die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Information: Ausstellung Roland Wesner „Die Regenbogenfalle im Dialog mit einer Installation von Simone Westerwinter“, 26. September 2020 bis 17. Januar 2021; Museum im Kleihues-Bau, Stuttgarter Straße 93, 70806 Kornwestheim; www.museen-kornwestheim.de, Tel. 07154 202-7401. Das Begleitprogramm zur Ausstellung ist unter diesem Link zu finden: https://www.kornwestheim.de/site/Kornwestheim_Internet/get/params_E1210394308/17223550/Faltblatt_Wesner_neu.pdf

Bürgermeisterin Martina Koch-Haßdenteufel (von links) mit Künstlerin Simone Westerwinter und Musuemsleiterin Saskia Dams
Fließender Eröffnungsabend der Ausstellung Roland Wesner: "Die Regenbogenfalle"
Ausstellung Roland Wesner-Simone Westerwinter auf ihrer Teppichinstallation
(Erstellt am 30. September 2020)