Sauber macht Laune – Kampagne für weniger Müll im Freizeitpark

„Saubere Städte und eine abfallfreie Landschaft sind ein wichtiges Stück Lebensqualität. Dies gilt umso mehr dort, wo wir unsere wohlverdiente Freizeit verbringen wollen“, sagt Cordula Wohnhas, die Leiterin der Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz bei der Stadt Kornwestheim. Der Freizeitpark in Kornwestheim ist solch ein Ort an dem sich Freunde und Familien zum gemeinsamen Grillen und Picknicken treffen können. Es lässt sich dort in landschaftlich schöner Umgebung spazieren gehen, joggen oder den Hund ausführen.

Doch damit keiner der Erholungssuchenden die Freude am Freizeitpark verliert, ist viel Anstrengung seitens der städtischen Mitarbeiter notwendig. „Wir stellen leider jedes Jahr fest, dass gedankenlose Freizeitparknutzer ihren Müll oft achtlos liegen lassen und es nicht schaffen, ihre Hinterlassenschaften wenigstens in den dafür vorgesehenen Müllbehälter zu entsorgen“, so Wohnhas weiter.

Annähernd 26.000 Euro nimmt die Stadt Kornwestheim jährlich in die Hand um das vermüllte Gelände nach schönen Wochenenden wieder nutzbar zu machen. Den Park die ganze Saison über müllfrei zu machen, ist mit den vorhandenen Ressourcen nicht zu leisten. Deshalb haben es sich Stadtverwaltung und Gemeinderat zum Ziel gesetzt für mehr Sauberkeit im Freizeitpark zu werben.

Schilder informieren über Ge- und Verbote im Freizeitpark

Vor dem ersten Maiwochenende werden deshalb leicht verständliche Schilder im Freizeitpark platziert, die auf das Problem der zunehmenden Vermüllung aufmerksam machen sollen.
Der Daumen auf den verschiedenen Plakaten zeigt nach unten, wenn der beim Grillen übrig gebliebene Abfall einfach bei der Grillstelle oder im Gelände liegen bleibt. Er zeigt aber auch nach unten, wenn er eingesammelt und neben den Müllbehälter gelegt wird, obwohl dort noch ausreichend Platz gewesen wäre, um den Müll aufzunehmen.

„Die Fotos für die Plakate wurden im vergangenen Jahr im Freizeitpark aufgenommen und verdeutlichen auch ohne Text welches Anliegen uns allen wichtig ist“, sagt Wohnhas. „Sauber ist schöner, vermittelt ein Gefühl von mehr Sicherheit und trägt zum Wohlbefinden bei. Deshalb zeigt der Daumen nach oben, wenn alles ordnungsgemäß entsorgt wird und kein Müll liegen bleibt. ‚Damit es hier schöner bleibt‘ – so die Kernaussage auf dem Plakat mit dem grünen Daumen, der nach oben zeigt.“

Auch die Benutzungsordnung für den Freizeitpark wurde in eine Symbolsprache übersetzt, die jeder verstehen kann. Die dazugehörigen Schilder befinden sich an den Eingängen zum Park.

Dass es kein Kavaliersdelikt ist, seinen Müll einfach liegen zu lassen, soll durch die verstärkte Präsenz des städtischen Ordnungsdiensts und durch eine regelmäßige Kontrolle eines privaten Sicherheitsdiensts verdeutlich werden. Die Parkwächter sollen die Menschen ansprechen, sensibilisieren und auch mal die „rote Karte“ zeigen, wenn Müllsünder auf frischer Tat ertappt werden und sich uneinsichtig verhalten. Auch anderes Fehlverhalten, wie Hunde nicht anzuleinen, Äste abzureißen oder wilde Grillstellen anzulegen, wird bei den Kontrollgängen thematisiert und ggf. geahndet. Wer gegen die Benutzungsordnung im Freizeitpark verstößt, kann nach § 21 der Polizeiverordnung mit Bußgeldern bis zu 1.000 Euro belegt werden.

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