Rotkreuzdose ab sofort im Rathaus verfügbar

Eine kleine Dose, die Leben retten kann: Das ist die neue Rotkreuzdose. Diese ist inklusive eines Datenblatts und zweier Hinweiskleber für die Wohnungstür und den Kühlschrank ab sofort an der Bürgerinfo im Rathaus erhältlich.

Wenn der Rettungsdienst kommt, stellt er viele, oft lebenswichtige Fragen. Doch was ist, wenn der Patient nicht ansprechbar und kein Angehöriger vor Ort ist, der Auskunft über eventuelle Erkrankungen, Medikamentenpläne oder mögliche Allergien geben kann? In einer solchen Situation kann die Rotkreuzdose hilfreich sein. Auf einem Datenblatt, das in der Dose aufbewahrt wird, sind alle Informationen, die in einem Notfall wichtig sein können, notiert. Ebenfalls sollten darauf die Kontaktdaten des Hausarztes oder Pflegedienstes sowie nahestehender Angehöriger enthalten sein oder auch Hinweise auf eine bestehende Patientenverfügung. Anschließend wird die Dose im Kühlschrank aufbewahrt. Dieser ist ein zentraler Ort, der in jeder Wohnung schnell auffindbar ist. Dass eine solche Rotkreuzdose existiert, wird mit einem entsprechenden Aufkleber an der Wohnungstür oder dem Kühlschrank vermerkt.

„Wenn eine Rotkreuzdose vorhanden ist, können Rettungskräfte vor Ort viel schneller handeln und damit möglicherweise lebensrettende Minuten sparen“, zeigt sich Oberbürgermeisterin Ursula Keck bei der Übergabe der Rotkreuzdose überzeugt. „Wichtige Informationen zu Gesundheitsdaten oder Medikamenten sind so für die Einsatzkräfte sofort verfügbar.“

Hintergrund

Die Idee zur Rotkreuzdose stammt ursprünglich aus Großbritannien und wird dort tausendfach eingesetzt. Für die Idee gibt es zahlreiche Namen, doch der Grundgedanke ist identisch: In Notfällen sollen Helfer schnell und unkompliziert auf wichtige Informationen des Patienten zugreifen können. Der DRK Ortsverein Kornwestheim hat diesen Gedanken aufgegriffen und möchte möglichst viele Kornwestheimerinnen und Kornwestheimer in der Vorsorge für Notfälle sensibilisieren.

Die ersten Rotkreuzdosen wurden bereits von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des DRK Ortsvereins an dessen Fördermitglieder verteilt. „Wir hoffen natürlich, dass wir die Rotkreuzdose möglichst flächendeckend bekanntmachen können und sich viele Menschen dafür entscheiden. Das Angebot richtet sich an jedermann, unabhängig vom Alter und dem Gesundheitszustand. Ein Notfall kann jeden treffen“, sagt Daniel Schmitt, Bereitschaftsleiter des DRK Kornwestheim.

Weitere Ausgabestellen der Rotkreuzdosen im Landkreis sind im Internet unter www.rotkreuzdose.de zu finden. Dort sind auch weitere Informationen zum Projekt erhältlich.

Bildtext: Bereitschaftsleiter Daniel Schmitt, stellvertretender Bereitschaftsleiter Jan Steffer, Oberbürgermeisterin Ursula Keck, Claudia Gleiss, Mitarbeiterin an der Bürgerinformation und Svenja Frauenhoffer, Pressesprecherin des DRK Kornwestheim (v.l.) bei der Übergabe der Rotkreuzdosen im Rathaus.

Suchen & Finden

Schnelleinstieg nach Interessen