Fit für den Winter – Teams von Bauhof und Stadtgärtnerei sind in Bereitschaft

Die Salzlager sind gefüllt, die Fahrzeuge gewartet und das Team in Bereitschaft – der Winter kann also kommen. So lautet das erste Fazit zum Beginn der kühleren Jahreszeit beim zuständigen Fachbereich Tiefbau und Grünflächen.

„Insgesamt kümmern sich in Kornwestheim 50 Mitarbeiter des Bauhofs und der Stadtgärtnerei um den Winterdienst“, erläutert Martina Kurz, die Abteilungsleiterin des Bauhofs. Pro Schicht sind 22 Mitarbeiter von November bis Ende März in Bereitschaft. „Bei Eisglätte und Schnee müssen die Mitarbeiter früh raus, denn die Bereitschaft beginnt täglich um 4.15 Uhr am Morgen und endet um 20 Uhr am Abend“, so Kurz weiter.

Die Mitarbeiter sorgen dafür, dass Kornwestheims wichtigste Straßen befahrbar sind. Grundlage für den Winterdienst ist der Streuplan. Auf diesem sind die Straßen mit verschiedenen Dringlichkeiten markiert. An erster Stelle stehen die Hauptverkehrsstraßen, gefolgt von wichtigen Verbindungsstraßen und Straßenzügen, die von den Bussen genutzt werden. Darüber hinaus räumt das Team von Bauhof und Stadtgärtnerei Gehwege entlang der öffentlichen Liegenschaften. Insgesamt werden von den Mitarbeitern 260 Objekte betreut.

Ein Lkw mit Streuer und ein Schneepflug sowie fünf weitere Kleinfahrzeuge mit einem Schneepflug bzw. einer Bürste und einer Streufunktion stehen für den Winterdienst zur Verfügung. Die großen Fahrzeuge werden auf den Haupt- und Verbindungsstraßen eingesetzt, während mit den kleinen Fahrzeugen in Zonen eingeteilt Gehwege, Parkanlagen und öffentliche Plätze geräumt werden. „Nicht jeder Bereich ist mit einem Fahrzeug zugänglich, deshalb haben wir auch fünf so genannte Handzonen“, sagt Kurz. „Hier arbeiten die Mitarbeiter, indem sie per Hand räumen und streuen. Das ist beispielsweise an Bushaltestellen, auf Treppen oder bei den Zugängen zu den Kindergärten der Fall.“

Aktuell lagern im Bauhof rund 100 Tonnen Streusalz in Silos und 80 weitere Tonnen in Flachlagern. Sollte es einen heftigen Wintereinbruch mit langer Dauer geben, sind 150 weitere Tonnen Streusalz in einem Außenlager jederzeit abrufbar. "Wir setzen das Streusalz jedoch nur für die Räumfahrzeuge auf den Straßen ein", sagt die Leiterin des Bauhofs. "Alle Kleinfahrzeuge und alle, die von Hand streuen, tun dies mit Lavasplitt, einem abstumpfendem Streumittel. Das ist für die Umwelt besser."

Winterdienst ist Teamarbeit. Denn vor der eigenen Haustür müssen die Bürger in der Regel selbst Schnee räumen. Vermieter übertragen diese Aufgabe häufig an die Mieter. „Wir haben im Eingangsbereich des Bauhofs Streukisten, aus denen sich die Bürgerinnen und Bürger kostenfrei Streumaterial holen können“, sagt Kurz. Die Kisten stehen vor dem Tor des Bauhofs und sind jederzeit über die Straße „Am Sportplatz“ erreichbar.

Info-Box: Räum- und Streupflicht von Straßenanliegern

Die Straßenanlieger – also Eigentümer, Besitzer, Mieter und Pächter von Grundstücken an Straßen – sind nach der Räum- und Streupflicht-Satzung der Stadt Kornwestheim verpflichtet, die Gehwege entlang ihrer Grundstücke auf einer Breite von einem Meter zu räumen und zu streuen. Gibt es mehrere Anlieger eines Grundstücks, haben sie durch entsprechende Maßnahmen sicherzustellen, dass die Räum- und Streupflichten ordnungsgemäß erfüllt werden. Zu Gehwegen zählen auch Treppen sowie Fuß- und Verbindungswege. Bei Straßen ohne Gehweg muss am Rand eine ein Meter breite Fläche geräumt werden. In verkehrsberuhigten Bereichen (Spielstraßen) sind an deren Rand liegende Flächen ebenfalls in einer Breite von einem Meter zu räumen. Grenzt ein Grundstück an verschiedenen Seiten an Gehwege, so müssen an allen Grundstücksgrenzen die Gehwege gereinigt und geräumt werden.

Zum Streuen dürfen nur abstumpfende Materialien wie Sand, Splitt oder Asche verwendet werden. Die Verwendung von Salz oder salzhaltigen Stoffen ist aus Umweltschutzgründen grundsätzlich verboten. Sie dürfen nur bei Eisregen und Eisglätte und ausschließlich an besonderen Gefahrenstellen wie Steilstrecken und Treppenanlagen verwendet werden.

Gehwege müssen werktags bis spätestens 7 Uhr und an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr geräumt und gestreut sein. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- bzw. Eisglätte auftritt, muss erneut - und bei Bedarf auch wiederholt - geräumt und gestreut werden. Diese Pflicht endet um 21 Uhr.

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