Weißenfels im Portrait

Bismarckturm

Partnerschaft: seit 1990

Einwohner: über 41.000

Lage:
im südlichen Sachsen-Anhalt, mitten im Saaletal zwischen Halle und Leipzig.
Geographisch günstig gelegen, durch das Stadtgebiet verliefen zwei Handelsstraßen, eine Saalefurt ermöglichte den Flussübergang.
Heute in Zentrumsnähe an die Autobahnen A 9 und A 38 angebunden; der Flughafen Leipzig/Halle ist über die Autobahn sehr gut erreichbar.

Bedeutung:
Jahrhundertealte Schuhhandwerktradition; vor allem im 19. Jahrhundert erlebt das Gebiet um Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1764 wurde Kohle gefördert und infolge der zunehmenden Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine rasante Entwicklung zu einem wachsenden Industriestandort ein. Es entstanden viele Fabriken, besonders der Schuhherstellung kam in der Stadt Weißenfels eine besondere Bedeutung zu. 1895 bestanden allein 45 Schuh- und Schaftfabriken.

Sehenswürdigkeiten:
Schloss Neu-Augustenburg, Geleitshaus, Novalishaus, Heinrich-Schütz-Haus

Höhepunkte:
Schlossfest, Mitteldeutsche Heinrich-Schütz-Tage, „Rock für Barock“

Geschichtliche Vergangenheit:
Im Laufe des Spätmittelalters und der beginnenden frühen Neuzeit entwickelt sich eine handwerkliche Ausprägung der Stadt Weißenfels – besonders das Schneider- und Schusterhandwerk etablierte sich. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt stark geschwächt, die Bevölkerung sank von 2200 auf 960. Wenige Jahre nach Beendigung des Krieges erlebte Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Saalestadt wurde Residenz des Herzogtums Sachsen-Weißenfels.

Ende des 18. Jahrhunderts, aber vor allem im 19. Jahrhundert erlebt das Gebiet um Weißenfels einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ab 1764 wurde Kohle gefördert und infolge der zunehmenden Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine rasante Entwicklung zu einem wachsenden Industriestandort ein. Es entstanden viele Fabriken, besonders der Schuhherstellung kam in der Stadt Weißenfels eine besondere Bedeutung zu. 1895 bestanden allein 45 Schuh- und Schaftfabriken.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Schuhbetriebe verstaatlicht und aus den einzelnen setzte sich das neue DDR-Kombinat Schuhe mit großen Produktionsstätten, Schuhmaschinenbau und Forschungseinrichtungen zusammen.

Bis Ende der Achtziger Jahre entwickelte sich Weißenfels zum größten Schuhproduktionsstandort der DDR, es arbeiteten über 6.000 Beschäftigte in den Fabriken im Raum Weißenfels, die 75 % der Schuhe für die DDR produzierten. Nach der Wende führte die Umstrukturierung und Privatisierung der Betriebe zu einem Zusammenbruch der gesamten Industrie. Durch die Öffnung der Wirtschaft zum Weltmarkt bestand besonders für die Schuh-Großindustrie der ehemaligen DDR kaum eine Überlebenschance, bedingt durch die große Konkurrenz in den Billiglohnländern. Dies führte zu einer sprunghaft ansteigenden Arbeitslosenrate.


Entstehung der Partnerschaft

Partnerschaften mit der DDR sollten die Jahrzehnte währende Teilung eines Volkes überwinden. Nach Aufgabe der Hallstein-Doktrin 1969 und somit der [...]

verkleinern weiterlesen

Suchen & Finden

Schnelleinstieg nach Interessen