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Fachbereich Planen und Bauen
Abteilung Stadtplanung
Christian Kübler
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Innerstädtischer Rahmenplan

Wie in vielen anderen Kommunen sind auch in Kornwestheim die Auswirkungen einer veränderten Einzelhandelsstruktur, eines geänderten Kaufverhaltens und einer höheren Mobilität seit vielen Jahren deutlich spürbar. Die Nähe zu den Zentren Ludwigsburg und Stuttgart setzt die Innenstadt von Kornwestheim zusätzlich unter Druck. Mit dem Ziel dieser Entwicklung entgegen zu wirken hat der Gemeinderat im Jahr 2004 den Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des „Rahmenplan Innenstadt“ gefasst. Dieser Selbstbindungsplan wurde in einem rund 2-jährigen stark beteiligungsorientierten Verfahren mit Vertretern der Bürgerschaft, Interessensverbänden und Mitgliedern aus Politik und Verwaltung erarbeitet. Das mit dem Rahmenplan beschlossene Zeit- und Maßnahmenkonzept beinhaltet dabei nicht nur die Beseitigung gestalterischer Defizite, sondern in erster Linie auch darüberhinausgehende konzeptionelle Ansätze, die funktionalen, baulichen, verkehrlichen und stadträumlichen Mängel zu beheben.

Seit 2005 konnte eine Vielzahl an unterschiedlichen Maßnahmen im Innenstadtbereich umgesetzt werden. Der Neubau des Rommel-Centers, die Bebauung „Wohnen am Campanile“ und „Parkvillen Weimar“ sowie zahlreiche von privater Seite durchgeführte Neubau- und Sanierungsmaßnahmen, aber auch die Neuanlage des „Parco d’Amore“ haben das Bild der zentralen Innenstadt nachhaltig verändert. Im Sinne einer Belebung des zentraler Innenstadt von wesentlicher Bedeutung ist auch die Sanierung und Reaktivierung des Wette-Center, in dem nach mehrjährigem Leerstand heute unterschiedliche Einzelhandelseinrichtungen und die Ravensburger Kinderwelt untergebracht sind.

Entscheidender Baustein aus verkehrlicher Sicht sind die im Zuge der Umsetzung des Rahmenplan Innenstadt vorgenommenen Änderungen am innerstädtischen Straßennetz. So wurde mit der Einrichtung der Gegenläufigkeit in der Jakobstraße und der Umgestaltung der wichtigen Knotenpunkte Stuttgarter Straße, Wette und Alter Markt die Voraussetzung für eine stark verkehrsberuhigte Bahnhofstraße geschaffen. Die Neugestaltung der Bahnhofstraße einschließlich des Wetteplatz erfolgte in den Jahren 2012- 2013. Die Bahnhofstraße ist heute als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich ausgewiesen.

Der Rahmenplan Innenstadt geht von einer Konzentration der Einzelhandelseinrichtungen im sogenannten „Einkaufs-L“ aus. Beginnend am Bahnhofsplatz erstreckt sich dieses „L“ in nördlicher Richtung entlang der Güterbahnhofstraße bis zum Holzgrund und weiter in östlicher Richtung entlang der Bahnhofstraße. Aus städtebaulich-funktionaler Sicht ist der im Gelenk dieser beiden Achsen gelegene Bereich des Holzgrund von zentraler Bedeutung. Mit dem Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses und einer Tiefgarage mit rund 50 öffentlichen Stellplätzen sowie der Herstellung eines öffentlichen Platzes soll dieser Bereich bis voraussichtlich Ende 2015 komplett neu gestaltet werden.

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