Pflege- und Entwicklungskonzept Steingrube

Grünflächen im Gewann Steingrube

Schaffung von Ausgleichsflächen für künftige Baumaßnahmen

Die Stadt Kornwestheim hat im Jahr 2005  die ehemals bundeseigenen Flächen im Gebiet „Steingrube“  erworben. Es handelt sich dabei um eines der landschaftlich reizvollsten Bereiche auf der Markung Kornwestheim. Ziel ist es diese Fläche von ca. 16 ha langfristig für den Naturschutz zu sichern und als potentielle Ausgleichsfläche für künftige Baumaßnahmen ökologisch aufzuwerten.
 
Im Auftrag der Stadt Kornwestheim wurde 2006 eine Bestandsaufnahme der Tier- und Pflanzenwelt durchgeführt und darauf aufbauend ein Pflege- und Entwicklungskonzept zum Erhalt der Strukturvielfalt und zur weiteren Aufwertung des Gebietes erstellt. Zur Verwirklichung der Zielvorstellungen wurden Einzelmaßnahmen entwickelt und Vorgaben zur Pflege und Nutzung festgelegt.

Die Fläche besteht aus großflächigen Grünlandflächen, Streuobstwiesenbereichen, Feldgehölzen und Feldhecken. Es leben dort 55 Vogelarten u.a. Steinkäuze, Dorngrasmücken, Gartenrotschwänzchen und Neuntöter. Bemerkenswert sind weiterhin die Vorkommen von Feldhase und Wildkaninchen.

Download Übersichtsplan Steingrube


Streuobstwiese vor der Erstpflege

Wiederherstellungspflege für die Streuobstwiese

Bei der Streuobstwiese handelt es sich um die größte zusammenhängende Streuobstwiesenfläche, die auf Kornwestheimer Markung noch existiert (ca. 3,4 ha Fläche). Entsprechend hoch ist der ökologische und auch historische Wert dieser Kulturlandschaft einzustufen.

Der Streuobstwiesenbereich war zur Zeit des Flächenerwerbs stark verbuscht und der Obstbaumbestand überaltert, da die Fläche viele Jahre nicht gepflegt bzw. genutzt wurde. Um den Artenreichtum und den Charakter der Fläche zu erhalten bzw. wieder herzustellen war deshalb eine aufwändige Erstpflege erforderlich, um die Obstbäume freizustellen und die Fläche wieder zugänglich und pflegbar zu machen.

Steinriegel - neuer Lebensraum für Zauneidechsen

Anlage von Steinriegeln - Lebensraum u.a. für Zauneidechsen
Länge insgesamt: 130 m
Steinriegel sind längliche Aufschüttungen aus Steinen, Holzstämmen, Sand und Rindenmulch. 

Ein Eichenhain entsteht

Aufwertung des Landschaftsbildes - Pflanzung von Eichengruppen
Arten: 26 Trauben-Eichen und 26 Stiel-Eichen.

Trockenmauern - Rückzugsgebiete für wärmeliebende Tiere

Neuer Lebensraum: Trockenmauer aus Sandstein 
85 m Länge, 5 Mauersabschnitte, Mauerhöhen von 60 cm bis 120 cm
Die vielen Ritzen und Hohlräume sowie ihre Wärmespeicherfähigkeit sind für die Tier- und Pflanzenwelt von besonderer Bedeutung.


Pflanzung von Wildgehölzen und Walnussbäumen
20 Bäume
Vogelkirsche, Weichselkirsche, Eberesche, Speierling, Walnuss. 

Weitere Feldhecken entstehen
220 Länge, vier-bis sechsreihig
600 gebietsheimische Sträucher und kleinere Bäume wie Feldahorn, Hainbuche, Wildapfel, Weichselkirsche, Wildbirne

Anlage von Frässtreifen
Ansaat von heimischen Saatgut (Gras-/ Kräutermischung im Verhältnis 30% / 70%) um das Artenreichtum des Grünlandes zu erhöhen.

Anlage einer Streuobstwiese

Neupflanzung einer Streuobstwiese
61 Obstbäume
Sorten: u.a. Hauxapfel, Jakob Fischer, Zabergäu, Renette, Brettacher Sämling


Pflanzaktion schafft neue Heckenelemente
Länge 150 m, 3-reihig
290 gebietsheimische Sträucher z.B. Roter Hartriegel, gewöhnlicher Hasel, Liguster, Schlehe.

Streuobstwiesen in Kornwestheim

Ersatzpflanzungen mit alten Obstbaumsorten
58 Bäume
Sorten: Evergreens, also althergebrachte Lokalsorten wie z.B. Kradinal Bea, Jakob Lebel, Gellerts Butterbirne

Wiederherstellungspflege Streuobstwiese
3,4 ha
Erstpflege: Obstbäume werden freigestellt um die Fläche wieder zugänglich und pflegbar zu machen.

Suchen & Finden

Schnelleinstieg nach Interessen