Mobilitätskonzept (MoKo) 2030

 

Wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Stadtentwicklung auf der Ebene der strategischen Planung in Zusammenhang mit dem Themenbereich „Verkehr“ ist der sogenannte „Verkehrsentwicklungsplan“ (VEP). In ihm werden Ziele und Strategien für die Entwicklung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur festgelegt.

Für die Stadt Kornwestheim wurde letztmalig im Jahr 1995 ein Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet, dessen wesentliches Ergebnis die Umsetzung des sogenannten „hierarchischen Verkehrsnetzes“, d.h. die sehr konsequente Differenzierung in Hauptachsen (Tempo 50) und nahezu flächendeckende Ausweisung von Tempo 30-Zonen im Bereich hauptsächlich wohnwirtschaftlich genutzter Quartiere, war.

Mit der Ausarbeitung eines Mobilitätskonzepts (MoKo 2030) soll der Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahr 1995 aktualisiert und fortgeschrieben und so die Grundlage für eine nachhaltige Verkehrs- und Siedlungsentwicklung im gesamtstädtischen Kontext bis in das Jahr 2030 geschaffen werden. Neben verkehrsplanerischen Empfehlungen zur motorisierten und nichtmotorisierten Mobilität werden auch Aussagen zum Mobilitäts- und Verkehrsmanagement sowie zu Handlungsempfehlungen zur Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung der Bevölkerung erwartet.

Demgegenüber sind detaillierte Planungskonzepte zu einzelnen Straßenzügen nicht Bestandteil des MoKo 2030. Diese konkreten Verkehrsplanungen müssen, sofern Bedarf erkannt wird, nach dem Abschluss des Mobilitätskonzeptes eingeleitet werden.

In einem ersten Schritt wurden vom beauftragten Büro MODUS CONSULT, Karlsruhe, in den Sommermonaten 2014 mit Unterstützung Kornwestheimer Schüler zunächst Verkehrszählungen, und ergänzend hierzu an wichtigen Stellen des Verkehrsnetzes mit Unterstützung des Polizeipräsidiums Ludwigsburg auch Verkehrsbefragungen durchgeführt. Weiterer Bestandteil der Grundlagenerhebung waren die Durchführung einer Haushaltsbefragung sowie stichprobenartige Interviews mit Fußgängern, Radfahrern und Nutzern des ÖPNV zum persönlichen Mobilitätsverhalten. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme wurden dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 12.02.2015 vorgestellt. Der Bericht steht hier zum Download bereit. Die enstprechenden Pläne finden Sie hier.

Die so gewonnenen Daten bilden die Grundlage für die Ausarbeitung des MoKo 2030. Im Laufe des Jahres 2015 erfolgten insgesamt 9 Treffen des Arbeitskreises Mobilität. Dieser Arbeitskreis bestehend aus externen Fachleuten, Gemeinderäten und Verwaltungsmitarbeitern hat den Bearbeitungsprozess intensiv begleitet. Als Grundlage für die Verkehrsentwicklung in Kornwestheim wird im Mobilitätskonzept ein Leitbild erstellt, das einheitliche Grundsätze und Ziele für alle weiteren Planungen im Bereich Verkehr und Mobilität liefert und gleichzeitig die städtebaulichen Folgewirkungen von verkehrlichen Maßnahmen beachtet.

Das Leitbild der Verkehrsentwicklung fasst die allgemeinen Entwicklungsziele unter den folgenden 4 Grundsätzen zusammen:

1. Umweltverträgliche Mobilität

2. Mobilität für alle

3. Sichere Mobilität

4. Stadtverträgliche Mobilität

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppensitzungen sind im Entwurf des Schlussberichts zum Mobilitätskonzept mit Strand Februar 2016 zusammengefasst und wurden dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 10.03.2016 vorgestellt. Der Bericht steht hier zum Download bereit. Im Rahmen dieser Sitzung vom Gemeinderat beschlossen wurde, auf der Grundlage dieses Entwurfes des Schlussberichts die Beteiligung der Bürgerschaft durchzuführen.

Bürgerversammlung

Im Rahmen der Bürgerversammlung am 22. März 2016 wurden allen Interessierten die wesentlichen Inhalte des Mobilitätskonzepts vorgestellt und näher erläutert. Die Präsentation des beauftragten Planungsbüros MODUS CONSULT, Karlsruhe, steht hier zum Download bereit. Weiterer Bestandteil der Bürgerversammlung und inhaltlich eng verknüpft mit dem Thema Mobilität war die Vorstellung des Entwurfs des Lärmaktionsplans für die Stadt Kornwestheim. Die Präsentation des beauftragten Planungsbüros BS INGENIEURE, Ludwigsburg steht hier zum Download bereit.

Weitere Informationen finden Sie auf dem folgenden Flyer.  Für Fragen oder ergänzende Informationen stehen Ihnen die Mitarbeiter des Fachbereichs Planen und Bauen gerne zur Verfügung.

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