Kornwestheim – ein sprechender Name

Stadtwappen

Woher der Name Kornwestheim kommt, ist nicht eindeutig geklärt. Erstmals urkundlich erwähnt wird Kornwestheim um 780 n. Chr. als Westheim. Der Zusatz „Korn“ taucht 1472 das erste Mal auf. Hintergrund ist das sehr ertragreiche Ackerland hier, denn Kornwestheim liegt am Rand des so genannten Langen Feldes mit sehr gutem Lößboden.

Angenommen wird, dass es sich bei dem ursprünglichen Westheim um eine westliche Siedlung handelt, in Unterscheidung zu einer östlich gelegenen Siedlung „Ostheim“. Die Endung -heim stammt üblicherweise aus fränkischer Zeit, das heißt ab ca. 500 n. Chr.; die hiesige Siedlung an sich ist aber älter. Wo „Ostheim“ gelegen haben könnte, weiß man nicht. Eventuell gab es auf der Markung mehrere kleine Siedlungen, von denen eine, eben Westheim, mit der Zeit stärker als die andere(n) wurde. Eventuell ist mit „Ostheim“ eine entferntere Siedlung bei Aldingen gemeint.

Da unklar ist, wo „Ostheim“ gelegen haben könnte, gibt es auch noch weitere Theorien, z. B. spekulierte hier um 1930 der damalige Heimatforscher Christian Lober, dass der Name mit dem Viesenhäuser Hof in der Nähe in Verbindung stehen und vom Personennamen Visto stammen könnte oder dass der Name von einem römischen Vesta-Heiligtum abgeleitet sei.


Das Kornwestheimer Stadtwappen

Das Stadtwappen existiert seit 1902. Die Wappenfarben wurden 1925 festgelegt, 1937 wurde es stilisiert. Ein Fleckenzeichen mit Korngarbe war bereits zuvor in Gebrauch.

Heraldische Beschreibung

Goldgelbe Korn-(Dinkel)-Garbe, dargestellt durch 7 Ähren, die in der Mitte durch das Strohband zusammengehalten werden, auf kornblumenblauem Felde.
Die Flagge ist blau-gelb.

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