Baulückenkataster 2015

Die Stadt Kornwestheim verfolgt seit vielen Jahren das Ziel der „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“. Die Nutzung innerstädtischer Potenziale reicht dabei von der Entwicklung ehemals gewerblich genutzter Flächen (Stotz, Kreidler, etc) bis hin zur Konversion ehemaliger Kasernenareale (Ludendorff, Wilkin, Pattonville). Weiteres Instrument zur Reaktivierung und Mobilisierung innerstädtischer Potenziale und der Sicherstellung eines möglichst schonenden Umgangs mit vorhandenen Freiflächen ist die Aufstellung und Veröffentlichung eines Baulückenkatasters auf der Grundlage von § 200 Absatz 3 Baugesetzbuch.

Bereits seit den 90er Jahren werden die vorhandenen Baulücken in der Stadt Kornwestheim erfasst. Im Jahr 2004 wurde dem Gemeinderat eine grundlegend überarbeitete Fassung des Katasters vorgelegt. Die Daten werden seit diesem Zeitpunkt regelmäßig fortgeschrieben und aktualisiert.

Das Kataster führt sowohl städtische als auch private Flurstücke auf und soll Bauwilligen, Architekten und Maklern als Entscheidungshilfe dienen. Dargestellt sind hier neben der Lage des Grundstücks auch die Messgehalte der Flurstücke sowie Angaben zu planungsrechtlichen Vorgaben. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sind die Einzeleigentümer namentlich nicht genannt.

Für die „klassische Baulücke“ gilt, dass die äußere Erschließung und Infrastruktur in ausreichendem oder nur geringfügig zu ergänzendem Umfang vorhanden ist und keine oder nur geringe bodenordnende Maßnahmen erforderlich werden. Planungs- oder bauordnungsrechtliche Ansprüche können aus dem Baulückenkataster nicht abgeleitet werden.

Im Rahmen der letzten Aktualisierung des Katasters im Jahr 2014 wurden insgesamt 67 Baulücken mit der Nutzung „Wohnen“ erfasst. Diese Baulücken mit einem Flächengehalt von rund 5,0 ha sind dabei 50 Einzeleigentümern zuzuordnen. Die Flächenangabe bezieht sich dabei auf die reinen Grundstücksgrößen. Die tatsächliche Baumöglichkeit (z.B. Größe ausgewiesener Baufenster, etc) kann aus den genannten Zahlen nicht direkt abgeleitet werden.

Im Rahmen einer Fragebogenaktion wurden die Eigentümer der Baulücken direkt angeschrieben und etwaige Bebauungs- oder Veräußerungsabsichten abgefragt. Von den insgesamt 50 Angeschriebenen haben 30 den Fragebogen ausgefüllt und der Verwaltung zukommen lassen. Sämtliche Eigentümer haben weder Bebauungs- noch Verkaufsabsichten. Hintergrund dieser "privaten Bevorratung" ist in den meisten Fällen die Absicht, die Grundstücke an die Nachkommen weiterzugeben.

 

 

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