Rente wegen Erwerbsminderung

Wer wegen Krankheit oder Behinderung nicht mehr in der Lage ist mindestens sechs Stunden täglich zu arbeiten, kann eine Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Der Anspruch auf eine solche Rente endet spätestens mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze.


Medizinische Voraussetzungen

Anhand ärztlicher Unterlagen und einer eventuellen ärztlichen Begutachtung durch die Rentenversicherung wird Ihr Leistungsvermögen festgestellt. Die Feststellung Ihres Leistungsvermögens bezieht sich nicht nur auf Ihre derzeitige Tätigkeit, sondern auf alle Tätigkeiten, die Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten können.

Wer nur noch weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann, erhält eine Rente wegen voller Erwerbsminderung.
Liegt das Leistungsvermögen unter sechs Stunden täglich, wird die Hälfte der vollen Rente als Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung gezahlt. Bei Arbeitslosigkeit besteht ein voller Rentenanspruch.

Vor einer Rentenbewilligung wird durch die Rentenversicherung geprüft, ob die Erwerbsfähigkeit durch eine medizinische oder berufliche Rehabilitation wieder hergestellt werden kann.


Versicherungsrechtliche Voraussetzungen

  • Sie müssen mindestens fünf Jahre versichert gewesen sein (allgemeine Wartezeit) und
  • In den letzten fünf Jahren vor dem Beginn der Erwerbsminderung müssen drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung belegt sein. Sollten in diesem Zeitraum Zeiten liegen, in denen Sie unverschuldet nicht arbeiten konnten (z.B. Krankheit, Schwangerschaft), wird der Fünfjahreszeitraum entsprechend in die Vergangenheit verlängert.

Die Wartezeit kann auch vorzeitig erfüllt sein, wenn die Erwerbsminderung durch einen Unfall verursacht wurde, oder kurz nach einer Ausbildung volle Erwerbsminderung eingetreten ist. Für geburts- und frühbehinderte Menschen gelten Sondervorschriften.

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