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Stadt Kornwestheim

Geschichte

Die "Soziale Weststadt"

Lupe
Luftbild Weststadt

Die Geschichte der Weststadt ist eng mit der Industrialisierung Kornwestheims verknüpft, die den eigenständigen Charakter des Stadtteils noch heute prägt. Vor allem die Nähe zur Bahn sowie zur Schuhfabrik der heutigen Salamander AG war und ist mitbestimmend für die Entwicklung der Weststadt als ursprünglicher Arbeiter-Stadtteil.

In den letzten Jahrzehnten ist dort ein vielfältiges Angebot an preisgünstigen Wohnungen und eine Reihe von sozialen und kulturellen Einrichtungen entstanden. Die unterschiedlichen Nationalitäten und Kulturen, die man in der Weststadt vorfindet, spiegeln sich in einem vielfältigen bürgerschaftlichen Engagement der Bewohner in Vereinen und anderen Institutionen wieder.

Aber es gibt auch zahlreiche Probleme. Einer der Gründe dafür ist deutlich auf dem Luftbild zu erkennen. Durch ihre Insellage zwischen den Gleisanlagen des Güterbahnhofs und der Personenbahnlinie ist die Weststadt größtenteils von den anderen Ortsteilen Kornwestheims abgetrennt. Der Stadtteil weist durch seine enge Bebauung eine sehr hohe Siedlungsdichte auf. Dadurch bedingt gibt es auch kaum öffentliche Freiflächen und Grünanlagen. Zusätzlich haben unter anderem Rationalisierungsmaßnahmen in den Unternehmen und die Stilllegung ganzer Betriebe Spuren in der Bewohnerstruktur der Weststadt hinterlassen.

Um die Weststadt für ihre Bewohner attraktiver zu machen, strebt die Stadt Kornwestheim eine Weiterentwicklung und Verbesserung des von der Industrialisierung am stärksten geprägten Stadtteils an. Mit dem Projekt "Soziale Weststadt" soll dieses Ziel erreicht werden. Dabei geht es unter anderem um das Wohnen, das Wohnumfeld und Freiräume, um Arbeitsplätze, Bildung, soziale und kulturelle Angebote, Raum für bürgerschaftliche Aktivitäten, um Einkaufsmöglichkeiten und sonstige Dienstleistungen - und um ein gutes Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen im Stadtteil.

Die Weststadt wurde im Jahr 2001 in das neue Bund-Länder-Förderprogramm "Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt" aufgenommen. Aus diesem Programm stehen bis 2009 Fördermittel in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro bereit, die durch städtische Mittel noch aufgestockt werden. Sie dienen in erster Linie baulichen Verbesserungen sowie zum Ausbau der Infrastruktur für den Stadtteil insgesamt.

Mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes "Weststadt" (s. Markierung im Luftbild) durch den Gemeinderat der Stadt Kornwestheim am 13. Dezember 2001 wurde die "Vorbereitungsphase" des Projektes abgeschlossen. Im weiteren Verlauf wurden eingebrachte Ideen in einem integrierten Handlungskonzept zusammengefasst, das seitdem als Leitfaden für die "Soziale Weststadt" dient. Erste Maßnahmen des integrierten Handlungskonzeptes, wie die Neugestaltung des Kinderspielplatzes Bebelstraße / Schubartstraße, sind bereits unter Mitwirkung der Bewohner im Stadtteil umgesetzt worden.

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